Glaubt man dem Bericht eines Zeugen, herrschen in der Millionen-Metropole Madrid (Symbolbild: Gran Via, Palacio de la Prensa) für Corona-Erkrankte Zustände wie in der Dritten Welt.

Foto: Felipe Gabaldón / wikimedia.org (CC-BY-2.0)
Spanischer Corona-Patient berichtet über unglaubliche Zustände

Aus Spanien erzählt ein betroffener Corona-Patient über die Zeit zwischen den ersten Symptomen und der tatsächlichen Behandlung durch den Staat. Die Tortur, die er bis zum Erhalt eines Tests durchmachen musste, macht fassungslos.

Notrufnummer ruft trotz Versprechen nicht zurück

Der Vorsitzende der ungarischen patriotischen Partei „Mi Hazánk“ (deutsch: Unsere Heimat), László Toroczkai, führte per Videoübertragung ein Gespräch mit einem guten Freund, der in Spanien offiziell am Coronavirus erkrankt ist. Das ganze Video ist auf YouTube verfügbar. Dessen Berichte lassen tief in die Verhältnisse im überforderten spanischen Staat blicken. Dabei lebt der Betroffene in Madrid, der Hauptstadt Spaniens. Er erzählt, wie er Mitte März das erste Mal Symptome spürte. Damals gab es bereits in Spanien eine Ausgangssperre. Er wies die üblichen Symptome auf, etwa trockenen Husten, Schmerzen in der Brust, starke Atembeschwerden.

Er kontaktierte daraufhin mehrmals die Corona-Notfallrufnummer, die der Staat für Betroffene eingerichtet hatte. Dort wurde ihm jedes Mal versprochen, ihn innerhalb von zwölf Stunden zurückzurufen. Doch es geschah nichts. Nach sechs Tagen, als die Symptome schlimmer wurden, suchte er seinen Hausarzt auf. Dieser vermutete ebenfalls das Virus als Ursache. Doch Hausärzte haben keine Tests lagernd, nur die Krankenhäuser. Also schlug der Hausarzt eine Röntgenaufnahme der Lunge vor. Durch die Aufnahme wurde eine Lungenentzündung festgestellt, und er bekam unmittelbar eine Überweisung in ein Krankenhaus.

49 Stunden zusammengepfercht im Warteraum

Was sich dort abspielte, ist kaum nachvollziehbar. So soll der Schwerkranke in einem Warteraum mit hunderten anderen 24 Stunden auf einem Stuhl sitzend gewartet haben. In dieser Zeit hatte er sich nur bei der Rezeption angemeldet, er wurde trotz der schweren Symptome nicht behandelt. Die hunderten Kranken hätten in der Zeit nur wenige Toiletten zur Verfügung gehabt. Doch das war erst der Anfang: Nach 24 Stunden brachte man ihn in einen zweiten Warteraum. Dieser war etwas „komfortabler“ mit Sofas ausgestattet und diente für diejenigen, die schon lange warten mussten. In diesem zweiten Wartezimmer musste er, immer noch ohne Behandlung, weitere 25 Stunden warten. Und alles natürlich auf engstem Raum mit unzähligen anderen Menschen. Nach insgesamt 49 Stunden bekam er endlich als Patient ein Bett. In diesem Krankenzimmer lagen zwei weitere Corona-Patienten. Erst danach wurde der Mann getestet und erwies sich erwartungsgemäß als Covid-19-positiv.

Tests aus China unzuverlässig und zu wenig

Anschließend wurde er mit äußerst starken Medikamenten, die man auch HIV-Patienten verabreicht, behandelt. Gleichzeitig wurde er künstlich beatmet. Nach einer Woche, als die Symptome fast abgeklungen waren, wurde er entlassen, und immerhin darf er die anschließende zweiwöchige Quarantäne in einem vom Staat bezahlten Kurhotel verbringen.

Doch der Irrsinn geht weiter: Zwei Wochen nach dem ersten positiven Test soll es in Spanien für jeden Betroffenen einen Nachtest geben. Diese Tests kauft der spanische Staat absurderweise von China, wo das Virus ausgebrochen ist, für viel Geld und lässt sie importieren. Laut Fachmeinungen haben diese Tests aber nur eine Zuverlässigkeit von 50 Prozent. Daher hat die Regierung erlassen, dass immer zwei Nachtests an einer Person durchgeführt werden, um die Zuverlässigkeit auf 75 Prozent zu steigern. Doch der Arzt teilte dem Betroffenen nach zwei Wochen mit, dass es nicht genug Tests gäbe. Daher wurde nur einer durchgeführt, er wurde für gesund erklärt und darf nach der Quarantäne nach Hause gehen.

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