Die Österreicher sind gegen eine Überwachungs-App. Gründe: Privatsphäre und Datenschutz.

Foto: LoboStudioHamburg / pixabay.com
Nein zu Corona-App: Österreicher wollen keine Marionetten der Regierung sein

Da hat sich die schwarz-grüne Regierung ziemlich verrechnet: Als Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka (ÖVP) für seinen Chef Sebastian Kurz vorpreschte und einen totalen Überwachungsstaat verkündete, rebellierten die Österreicher zum ersten Mal gegen die Regierungsmaßnahmen in der Corona-Krise. Kurz und Co hatten vor, den Menschen vorzuschreiben, eine App auf ihr Handy zu laden, um sie – vorgeblich des Coronavirus – besser überwachen zu können. Wer über kein Mobiltelefon verfügt, sollte nach Vorstellung der Regierung einen Schlüsselanhänger bekommen, durch den dann das „Bespitzeln“ ebenfalls ermöglicht worden wäre.

Umfragen in Medien zwangen Kurz zum Umdenken

Was wie ein Schauermärchen klingt, stand kurz vor der Realisierung. Doch dann gab es einen Riesenaufschrei bei den Oppositionsparteien, allen voran bei der FPÖ, und Umfragen in Medien, die den Regierungsplan völlig über den Haufen warfen. Denn der großen Mehrheit der Österreicher war das zu viel „Big Brother is watching you“ – zum ersten Mal fühlten sich die Bürger, als wären sie nur noch Marionetten der schwarz-grünen Regierung. Und zum ersten Mal fanden die Österreicher eine Regelung zur Bekämpfung des Coronavirus übertrieben.

App am Handy nicht einmal freiwillig

Die Situation hat sich nicht geändert, wie jetzt eine Umfrage von „Marktagent“ beweist. Demnach können sich 55 Prozent der Befragten nicht einmal vorstellen, diese App freiwillig auf ihrem Handy zu installieren.

Die Gründe dafür haben vor allem mit Privatsphäre und Datenschutz zu tun, wie Heute berichtet. Als häufigste Gründe nennen die Befragten: „Das ist mir ein zu großer Eingriff in meine Privatsphäre“ (57,7 Prozent), „Ich habe Bedenken bezüglich des Datenschutzes“ (56 Prozent), „Ich halte mich ohnehin von anderen Personen entsprechend fern“ (53,1 Prozent), „Ich möchte Bluetooth/Standortfreigabe am Handy nicht (dauernd) aktivieren“ (45,2 Prozent) und „Ich weiß nicht genau, was mit meinen Daten passiert“ (44 Prozent).

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