Jetzt legt sich ÖVP-Minister Heinz Faßmann (am Bild mit „Wut-Lehrerin“ Susanne Wiesinger) sogar mit den eigenen Lehrergewerkschaftern an.

Foto: BMBWF/Martin Lusser / Facebook Wissensministerium
ÖVP-Lehrergewerkschafter Kimberger steht gegen Minister Faßmann auf

Jetzt beginnt es auch in den Reihen der Regierungsparteien schon langsam zu rumoren. Innerhalb der ÖVP von Sebastian Kurz steht jetzt ausgerechnet die schwarze Lehrergewerkschaft gegen Covid-19-Maßnahmen von Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) auf. Paul Kimberger, Vorsitzender der Lehrergewerkschaft, kritisierte nicht nur die Vorbereitungen für den Schulneustart, sondern auch die Art und Weise des zukünftigen Schulbetriebs. Kimberger und seine ÖVP-Lehrer stört vor allem die Nutzung von sogenannten Zwickeltagen nach dem 21. Mai (Christi Himmelfahrt) und 11.  Juni (Fronleichnam) für den Unterricht.

Durch die Einbindung der Zwickeltage sehen die Gewerkschafter einen Gesetzesbruch, da diese Tage bereits in der Jahresarbeitszeit der Lehrer berücksichtigt worden sind. Lehrer hätten schulautonome Tage bereits konsumiert bzw. diese für den 21. Mai und 11. Juni verplant.

Gewerkschaft: Unterricht und Betreuung in Volksschulen nicht machbar

Auch der von Faßmann angeordnete Umstand von Unterricht und Betreuung in den Schulen sei laut Kimberger etwa bei Volksschulen praktisch in der Organisation nicht machbar. Insgesamt sieht Kimberger sowohl Kinder, Eltern, als auch Lehrer als Opfer der Bildungspolitik von Faßmann in Covid-19-Zeiten.

Das Vertrauen in einzelne Regierungsmitglieder ist also auch innerhalb von ÖVP-Kreisen massiv gesunken. Und es bleibt die Sorge über die Zukunft, wie das alles im Sommer und Herbst weitergehen soll.

Heinz Faßmann und Susanne Wiesinger

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