Wer Sebastian Kurz und seine Corona-Politik kritisiert, sollte sich laut ÖVP-Volksblatt auch gleich durch eine Patientenverfügung von der Gesundheitsversorgung abmelden.

Foto: Bundesministerium für europäische und internationalen ANgelegenheiten / Dragan Tatic / flickr (CC BY 2.0)
Corona-Politik: ÖVP-Volksblatt rät Kritikern zur Patientenverfügung

Immer mehr in einen autoritären Modus scheint ein ganz bestimmter Flügel der türkis-schwarzen Volkspartei abzugleiten. Vor allem dem ÖVP-Volksblatt, mit Erscheinungsort in der oberösterreichischen Landeshauptstadt Linz, sind die Kritiker der Regierungspolitik und der Covid-19-Maßnahmen ein massiver Dorn um Auge. Letztendlich rät man den Corona-Kritikern sogar zur Patientenverfügung. In dieser sollte man als kritischer Geist dann sein Intensivbett im Fall einer Covid-Erkrankung einem Dritten überlassen. Und es reut einen, dass es keine Ausgangssperre für Gedanken gibt:

Auch der zweite Lockdown sieht keine Ausgangssperre für Gedanken vor, welche mit alternativen Fakten gewaschenen Hirnen entspringen. Weiter tönt es aus sozialen Medien „Schluss mit dem Corona-Wahnsinn“, werden Regierungspressekonferenzen als „Märchenstunde“ bezeichnet – versehen mit dem Hashtag „panische-grippe“. Aufrechte Corona-Leugner, chronische Covid-Verharmloser und überzeugte Maskengegner lassen sich von realen Fakten wie den durch immer mehr Covid-Patienten an die Grenzen der Aufnahmefähigkeit stoßenden Intensivstationen nicht beeindrucken.

Volksblatt: Kritiker werden als Leugner-Fraktion denunziert

Kritische Geister gegen Sebastian Kurz und Co werden so als „Leugner-Fraktion“ von den Schreibknechten des ÖVP-Volksblatts denunziert.  In Österreich gäbe es die Möglichkeit, den Verzicht auf bestimmte medizinische Leistungen zu erklären.

Wer also wirklich felsenfest überzeugt sei von der „Corona-Lüge“, möge per Patientenverfügung, für den Fall einer Covid-Erkrankung, sein Intensivbett anderen überlassen, so der ÖVP-Ratschlag aus dem Volksblatt.

Erlöser Sebastian Kurz

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