Das Coronavirus soll jetzt auch in der künstlerisch-kulturellen Ausdrucksform des Denkmals gesellschaftlich „verarbeitet“ werden.

Foto: https://www.scientificanimations.com / wikimedia.org (CC-BY-SA-4.0)
Völlig krank: Die Steiermark soll drei Corona-Denkmäler bekommen

Jetzt greift auch die sogenannte „Erinnerungskultur“ auf das Thema Coronavirus zu. Im Bundesland Steiermark sollen bereits im Frühjahr 2020 drei sogenannte „Coronavirus-Denkmäler“ errichtet werden. Diese Denkmal-Inflation ist das Ergebnis einer Ausschreibung des Landes Steiermark und des Instituts für Kunst im öffentlichen Raum Steiermark am Universalmuseum Joanneum, wie der ORF berichtet.

An dieser Ausschreibung hatten sich laut Medienberichten insgesamt 220 Künstler mit 300 eingereichten Projekten beteiligt. Drei Projekte wurden jetzt aus den Einreichungen ausgewählt.

Unterschiedliche Annäherungen an das Covid-Thema

Die nach dem Ausschreibungsverfahren jetzt zum Zug kommenden Künstler Wolfgang Becksteiner, Werner Reiterer und Michael Schuster wählten jeweils unterschiedliche Zugänge zum Covid-Thema. Becksteiner wählte das Spannungsverhältnis „Distanz und Nähe“ und versucht es mit zwei Betonklötzen mit Ein-Meter-Abstand aufzulösen. Reiterer lässt eine tonnenschwere Kugel als Symbol des Virus in der Erde versinken. Der von Schuster präsentierte Lichtsockel soll schlussendlich die im Zuge der Corona-Krise aufgetretenen Risse, Spaltungen und Ungleichheiten in unserer Gesellschaft aufzeigen.

Corona-Virus

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