Die linkslastig geführte Universität Wien (Symbolbild: großer Lesesaal) verharmlost eine potentielle islamistische Drohung gegen einen ihrer Professoren.

Foto: Hubertl / wikimedia.org (CC-BY-SA-4.0)
„Es wird Ihnen schon nicht der Kopf abgeschnitten werden“ – Uni Wien spielt islamische Drohungen gegen Professor herunter

Der politische Islam bedroht westliche Staaten und Gesellschaften offen. Man wartet vergebens auf entsprechende Reaktionen von Seiten europäischer Regierungen. Nicht nur, dass gegenüber terroristischen Vereinigungen in Österreich Blindheit herrscht beziehungsweise erst nach dem gewaltsamen Anschlag im November radikale Moscheen geschlossen werden. Auch auf den Universitäten wird nicht auf Radikalisierungs-Tendenzen eingegangen.

Universität darf kein Moscheeverein sein 

Dies behauptet zumindest Professor Ebrahim Afsah. Der aus dem Iran stammende, an der Universität Wien Lehrende bezeichnete die Universitätsbehörden als „schlicht und ergreifend feige“, weil sie nicht wüssten, wie mit islamistischer Bedrohung umzugehen sei. Professor Afsah möchte nichts weiter, als islamisches Recht wissenschaftlich zu unterrichten. Die Universität Wien sei eben eine Universität und kein Moscheeverein.

Lehrende müssen Anhänger der Religion sein 

Die Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGÖ) weist die wissenschaftliche Darstellung des Islam durch Afsah entschieden zurück. Auch von seinen Kollegen, die diverse islamische Fächer unterrichten, werde er deswegen kritisiert. Nicht einmal von seinem Dekanat werde er unterstützt. Auch hier fühlt man sich an die Bekenntnisorientierung des §24 Islamgesetz gebunden. Dieses schreibt vor, dass der Lehrende auch „Anhänger“ der Religion sein muss. Dies sei aber laut Professor Afsah „eine Selbstzensur, ein vorauseilender Gehorsam“, der sehr schädlich sei. Ein antisäkularer Passus, mitten im österreichischen Rechtssystem?

Anonyme Droh-Email eines Studenten 

Von diesen Zuständen auf den Universitäten in Wien weiß man kaum etwas. Eine Woche nach der Enthauptung Samuel Patys in Frankreich hatte Professor Afsah aus Sicherheitsgründen darum ersucht, seine Studenten namentlich und über Video erkennbar zu machen. Daraufhin bekam er eine anonyme Droh-Email eines Studenten. Die Antwort der Universität kann kaum an Ignoranz überboten werden: Man erklärte, dass dies alles nicht ernst zu nehmen sei, es werde ihm „schon nicht der Kopf abgeschnitten werden“.

Freiheit der Wissenschaft in Gefahr 

Professor Afsah zeigt sich betroffen. Nicht aus Angst um sein eigenes Leben, sondern aufgrund der Sorge, dass der Staat sowie die Universität und die Freiheit der Wissenschaft mit einer solchen Drohung angegriffen werden. Das sei das wahre Problem. Es ist die Katastrophe unserer Zeit, dass sich die heutigen westlichen Gesellschaften nicht mehr daran erinnern, was es gekostet hat, freiheitlichen Werten zum Durchbruch gegen die Kirchen-Hoheit zu verhelfen. Der Islam allerdings hat diesen Prozess bisher nicht durchlaufen. Wie kann es sonst sein, dass jegliche Religionskritik mit einer Morddrohung gekontert wird?  Fraglich, wie westliche Staaten sich mit einer solchen, offensichtlich auseinanderbewegten Wertegemeinschaft künftig auseinandersetzen werden.

„Europäischer Islam“ ist utopisch 

Professor Afsah sieht das Projekt eines „europäischen Islam“ als utopisch. Denn es werde eine künstliche Unterscheidung zwischen Terroristen, Extremisten, Islamisten einerseits und moderaten Moslems andererseits hergestellt. Der Professor für islamisches Recht führt weiter fort, dass ein Großteil der im Namen des Islam verübten Gewalttaten im Islam rechtlich völlig konform sind.

Wenn Ihnen der Artikel gefallen hat, unterstützen Sie bitte das Projekt unzensuriert mit einer Spende. Per paypal (Kreditkarte) oder mit einer Überweisung auf AT58 1420 0200 1086 3865 (BIC: BAWAATWW), ltd. Unzensuriert

Copy link