Das französische Satiremagazin Charlie Hebdo und sein Mitarbeiterstab steht wieder im Visier islamistischer Terroristen.

Foto: LCharrault / wikimedia.org (CC-BY-SA-4.0)
Islamisten-Drohungen: Französische Polizei stellt „Charlie-Hebdo“-Personalchefin unter Schutz

Seit dem Beginn des Prozesses gegen die mutmaßlichen Terrorhelfer des Attentats auf das französischen Satiremagazin Charlie Hebdo nehmen die Drohungen aus dem islamistischen Lager gegen Mitarbeiter der Publikation wieder zu. Jetzt musste die Personalchefin des Magazins, Marika Bret, unter Polizeischutz und an einem geheimen Ort in Sicherheit gebracht werden. Nur zehn Minuten soll sie Zeit gehabt haben, um notwendige Sachen zu packen und ihre Wohnung zu verlassen.

Der rasche Aufbruch unter massivem Polizeischutz und höchster Geheimhaltungsstufe war dem sich in den letzten Wochen laufend verdichtenden gefährlichen Lagebild geschuldet. Französische Sicherheitspolizei- und Geheimdienstkreise trauen radikalen Islamisten auch aktuell jederzeit blutige Anschläge gegen ihre potentiellen Opfer zu.

Neuerliche Mohammed-Karikatur brachte Islamisten auf

Eine neuerliche Mohammed-Karikatur im Satiremagazin brachte Islamisten auf und veranlasste Aktivisten aus diesen Kreisen zu Rache-Gedanken. Vor allem in Pakistan, im Iran und anderen islamischen Ländern kam es zu Protestkundgebungen und Drohungen in Richtung Frankreich und Charlie Hebdo. Auch die Terrororganisation Al-Kaida hatte medial mit einem „Vergeltungsschlag“ gedroht.

Personalchefin Bret sprach in einem Interview von neuerlichem unheimlichen Druck auf den Mitarbeiterstab ihres Magazins. Für die Rückkehr in ihre alte Wohnung sieht die Managerin für die Zukunft aus Sicherheitsgründen keine Chance mehr.

Charlie Hebdo

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