An einem neuen Höhepunkt der internationalen Coronavirus-Pandemie verkaufen die ersten Zentralbanken Teile ihrer Goldreserven.

Foto: Gold&Co, Goldankauf Wien, Handel mit Edelmetallen / wikimedia.org (CC-BY-SA-4.0)
Internationale Zentralbanken verkaufen ihre Goldreserven

Am vorläufigen Höhepunkt der Covid-19-Wirtschaftskrise kommt auch in den internationalen Edelmetallmarkt massive Bewegung. Einzelne Anlegerstaaten verkaufen wieder Teile ihrer Goldreserven. Das Edelmetall war ein echter „Krisengewinnler“ während der Coronavirus-Pandemie und ist heuer auf ein wertmäßiges Allzeithoch gestiegen. Jetzt wollen offensichtlich einige internationale Zentralbanken kräftig Kasse machen und stoßen Teile ihrer Reserven auf den Edelmetallmärkten ab. Zuvor hatte Gold bereits massive Konjunktur bei den Anlegern rund um den Erdball.

Schon zu Jahresbeginn, als es zwischen dem Iran und den USA kriselte, flüchteten viele Anleger rund um den Globus in Gold-Anlagen und verhalfen dem Edelmetall Nummer Eins zu einem Sieben-Jahres-Hoch auf Dollarbasis. Und im Juli erreichte der Goldpreis schließlich ein neues US-Dollar-Allzeit-Hoch.

Feinunze Gold kostet schon 1.870 US-Dollar

Aktuell steht die Feinunze Gold (31,3 Gramm) umgerechnet bei nicht weniger als 1.870 US-Dollar. Im August hatte man sogar die 2.000 US-Dollar-Wertgrenze durchschlagen. Dann kam die Gegenbewegung, und der Gold-Preis begann wieder zu sinken, da auch die internationale Nachfrage in den Sinkflug-Modus umschaltete.

Jetzt verkaufen einzelne Zentralbanken Teile ihrer in den letzten Jahren angehäuften Goldreserven. Und das ist seit 2011 das erste Mal, dass wieder Gold auf den Markt kommt. Zu den institutionellen Verkäufern zählen bisher die Türkei mit 22 Tonnen und Usbekistan mit 35 Tonnen.

Türkei mit Goldverkauf  gegen Wirtschaftskrise

Für die ökonomisch krisengeschüttelte Türkei scheint die Anlegerstrategie bezüglich Gold klar: Die Landeswährung Lira steht derzeit unter massivem Abwertungsdruck und fällt von einem Rekord-Tief zum nächsten, weshalb jetzt die Zentralbank in Ankara versucht, gegenzusteuern. Bisher aber hat man mit Goldverkäufen diesbezüglich nur wenig Erfolg.

Trotzdem zählt die Türkei nach wie vor zu den größten Goldkäufern auf den internationalen Edelmetallmärkten. Die Bestände der Zentralbank belaufen sich inzwischen auf rund 560 Tonnen und machen damit fast die Hälfte der „eisernen“ Reserven aus.

Goldbarren

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