Benjamin Netanjahu sperrt sein Volk schon wieder in den Häusern ein. Das passt immer weniger Bürgern und Fachleuten.

Foto: The White House / wikimedia.org (CC0 1.0)
Israelis müssen schon wieder in einen dreiwöchigen „Lockdown“

Neuer Keulenschlag für Gesellschaft und Wirtschaft in Israel. Wieder einmal sind die restriktiven Coronavirus-Maßnahmen der Grund. Die Regierung von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu schickt die Israelis ab heute, Freitag, erneut in einen dreiwöchigen „Lockdown“. Diese Total-Sperre des Landes ist vorerst befristet, viele Beobachter schließen aber nicht aus, dass sie verlängert werden könnte. Die Bürger dürfen sich maximal einen Kilometer von ihrer Wohnung entfernen, Besorgungen und Einkäufe sind auf die Grundbedürfnisse beschränkt.

Ein gesellschaftliches oder wirtschaftliches Leben wird dadurch für die nächsten Wochen unmöglich gemacht. Das trifft viele Israels hat, die von den wirtschaftlichen Hilfsmaßnahmen der Regierung Netanjahu nicht überzeugt sind. Bereits nach dem ersten „Lockdown“ im März schlitterten viele in eine ökonomische Krise.

Immer mehr Zweifel an Gefährlichkeit von Covid-19

Schon der erste „Lockdown“ wurde in den Folgemonaten nur mühsam überwunden. Damals machte Netanjahu massive Stimmung für einen gesundheitspolitischen Ausnahmezustand und redete sogar das Ende der Menschheit durch das Covidd-19-Virus herbei. Bilder aus Norditalien, die in Regierungs-Propagandasendungen der Bevölkerung vermittelt wurden, ließen damals nur vereinzelt Kritik aufkommen.

Jetzt ist die Situation eine andere. Viele Bürger, aber auch Gesundheitsexperten zweifeln die tatsächliche Gefährlichkeit des Coronavirus an. Auch wenn es aktuell bis zu 6.000 neuer „Fälle“ (= positiv Getestete) gibt, verweisen viele auf das Frühjahr mit wenigen Hospitalisierten und Toten. Und man verweist auch in Medizinerkreisen auf Schweden, das mit einer anderen Strategie eigentlich ganz gut gefahren ist.

Benjamin Netanjahu

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