Japan hat es eilig – bald muss sich jeder Japaner impfen lassen. Bei potentiellen Nebenwirkungen zahlt der Staat selbst.

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Japan springt jetzt auch auf den Corona-Impfzug auf

Das große Geschäft um den noch nicht existierenden Corona-Impfstoff aus westlichen Laboratorien treibt weitere Blüten. Ende September unterzeichneten 16 Pharmafirmen einen Vertrag mit der Bill & Melinda Gates Foundation zur rascheren Entwicklung und Verteilung eines noch zu entwickelnden Covid-19 Impfstoffes (unzensuriert berichtete). Darunter die Firmen AstraZeneca und Pfizer.

Japan kauft Impfungen von Bill und Melinda Gates 

Laut japanischen Medien hat das dortige Gesundheitsministerium nun mit genau diesen beiden Firmen eine Vereinbarung zur Lieferung von insgesamt 240 Millionen Chargen des Impfstoffes für das erste Halbjahr 2021 geschlossen. Japan soll darüber hinaus in Verhandlungen mit dem Konzern Moderna Inc. stehen, um sich zusätzliche 40 Millionen Impfchargen zu sichern. Wenig überraschend haben auch hier Bill und Melinda Gates die Finger im Spiel – ihre Stiftung fördert auch diese Firma. Im Gegenzug erhalten die Gates Lizenzen auf die Moderna Produkte. Philanthropie ist das wohl nicht mehr.

Impfstoff noch lange nicht ausgetestet 

In den USA sind Versuche mit diesem Impfstoff allerdings unterbrochen, weil eine Testperson eine Rückenmarksentzündung erlitt, die mit schweren neurologischen Symptomen einhergeht. Es kommt also nun die Frage auf, wer im Fall von Gesundheitsschäden durch Nebenwirkungen des Corona-Impfstoffes haften soll. Hier plant das japanische Gesundheitsministerium, die Pharmafirmen von der Haftung gegenüber den Geimpften zu befreien. Zur Kasse gebeten werden kann also der Staat selbst. Wie sich der dann im Umkehrschluss bei den Pharmafirmen schadlos halten will, ist nicht bekannt.

Warum so viele Impfungen für Japan?

Bei rund 125 Millionen Einwohnern und der ausgehandelten Menge an Impfstoffen könnte jeder Japaner zwei Mal geimpft werden. Wozu also das Ganze? Japan erklärt sich damit, dass die Impfungen in mehreren Teil-Dosen erfolgen sollen. Denn wie oft jemand geimpft werden müsse, bevor eine Immunisierung eintrete, sei noch unklar.

Kostenlose Impfung für jeden Japaner 

Die japanische Regierung will der Bevölkerung den Impfstoff übrigens unentgeltlich zur Verfügung stellen. Ob Ausländer in denselben Genuss kommen, ist noch nicht entschieden. Die Gratis-Impfaktion soll mit rund fünfeinhalb Milliarden Euro budgetiert werden. Ob dahinter der unbedingte Wille steht, die verschobenen Olympischen Spiele 2021 in Tokio zu veranstalten?

Inoffizieller Impfzwang?

Ein offizieller Impfzwang besteht jedenfalls noch nicht. Denn laut japanischem Gesundheitsministerium sollen Bürger lediglich verpflichtet werden, alles zu unternehmen, um geimpft zu werden. Falls dieser Vorschlag allerdings in der für Ende Oktober geplanten Änderung des japanischen Impfgesetzes übernommen werden sollte, würde dies einer Impfpflicht sehr nahe kommen.

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