Im moslemisch dominierten nigerianischen Bundesstaat Kaduna gilt die Scharia und die Kastration für Sexualstraftäter (Symbolbild: Koran).

Foto: sayyed shahab-o- din vajedi / wikimedia.org (CC BY 4.0)
Nigerianischer Bundesstaat führt Kastration für Sexualtäter ein

Zu einer drastischen Verschärfung des Strafrechts kommt es im nigerianischen Bundesstaat Kaduna (ca. 8,2 Millionen Einwohner). Nachdem aufgebrachte Bürger wegen sexueller Übergriffe auf Kinder und Jugendliche härtere Strafen gegen die Täter gefordert hatten, wurde jetzt die Kastration eingeführt. Das Gesetz in Kaduna erlaubt es künftig, dass Vergewaltiger mit der Kastration bestraft werden können. Im Fall einer Vergewaltigung durch Frauen wird diesen Täterinnen der Eileiter entfernt.

Für Täter, deren Opfer jünger als 14 Jahre alt sind, droht darüber hinaus die Todesstrafe. Sind die Opfer über 14 Jahre alt, werden die Täter mit lebenslanger Haft bestraft. Die harten Strafen sind eine Reaktion auf die explodierenden Zahlen an Sexualstraftaten im Bundesstaat. Jedes vierte Mädchen und jeder zehnte Bursche unter dem 18. Lebensjahr wurden bereits Opfer einer Sexualstraftat.

Scharia macht’s möglich!

Kaduna ist ein moslemisch orientierter Bundesstaat. Die Bevölkerungsmehrheit ist Mitglied der sunnitischen Glaubensgemeinschaft. Seit dem Jahr 2000 gilt in Kaduna die Scharia, d.h. die archaische islamische Rechtsprechung. Aktuell wird Kaduna von Gouverneur Nasir Ahmad el-Rufai regiert. Kaduna wird auch immer wieder von der islamistischen Terrormiliz Boko Haram heimgesucht, die dort einen ihrer Stützpunkte im Kampf gegen die nigerianische Zentralregierung unterhält und vor sexueller Gewalt gegenüber Zivilisten nicht zurückschreckt. Entführte Mädchen werden von den Islamisten gerne als Sex-Sklavinnen verkauft.

Koran

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