Tiroler Tageszeitung: Landeshauptmann Günther Platter muss vor den Ergebnissen der Ischgl-Untersuchungskommission am 12. Oktober zittern.

Foto: Parlamentsdirektion / Bildagentur Zolles KG / Christian Hofer
Tiroler Tageszeitung: Ischgl-Bericht eröffnet Landtagswahlkampf 2023

Alles wartet gespannt auf den Bericht der Ischgl-Untersuchungskommission im Bundesland Tirol über die Versäumnisse bei dden Covid-19-Maßnahmen, der für den 12. Oktober angekündigt ist. Die Tiroler Tageszeitung (TT), allen voran Tirol-Innenpolitik-Chef Peter Nindler, sieht mit der Berichtsveröffentlichung gar die Eröffnung des Landtagswahlkampfs 2023. Und der sieht dabei längst nicht mehr ÖVP-Gesundheitslandesrat Bernhard Tilg, sondern Landeshauptmann Günther Platter im Visier der Wahlauseinandersetzung rund um die Causa Ischgl:

Seit der deutschen Reisewarnung für Tirol befindet sich die Stimmung im Land in einer Negativspirale. Dazu kommen noch die durchaus umstrittenen landeseigenen Beschränkungen in der Gastronomie mit der Vorverlegung der Sperrstunde auf 22 Uhr sowie die immer lauter werdende Kritik aus Osttirol und dem Außerfern.

Dort gibt es nämlich kaum Corona-Infektionen. Wenn jetzt mit der Axamer Lizum das erste Skigebiet aus wirtschaftlichen Gründen in der Wintersaison gar nicht aufsperren will, steht der Kessel endgültig unter Überdruck. Und mit ihm die Tiroler Volkspartei um Landeshauptmann Günther Platter.

Oppositionsparteien FPÖ und SPÖ könnten Druck erhöhen

In den nächsten Wochen und Monaten könnten vor allem die Oppositionsparteien FPÖ und SPÖ den Druck auf die schwarz-grüne Landesregierung entscheidend erhöhen. Wenn die Ergebnisse der Ischgl-Untersuchungskommission hier neues Material liefert, dann könnte das für Platter und Tilg neuen Zündstoff bedeuten. Platter muss sich dann die Frage stellen, ob er weiter an seinem Landesrat festhält, oder mit nach unten gezogen werden will.

Und die Ergebnisse der Ischgl-Untersuchungskommission werden nicht an den Tiroler Landesgrenzen haltmachen. Auch in Wien werden ÖVP-Bundeskanzler Sebastian Kurz und der grüne Gesundheitsminister Rudolf Anschober kräftigen Erklärungsbedarf erhalten.

Günther Platter

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