Erdogan mischt sich im Rahmen seiner osmanischen Weltmachtstrategie auch auf der Krim ein.

Foto: Russian Presidential Executive Office / Wikimedia (CC-BY-4.0)
Türkischer Staatspräsident Erdogan mischt in Krim-Frage mit

Die osmanischen Hegemonialbestrebungen des türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdoğan nehmen immer deutlichere Züge an. Jetzt hat Erdogan sein Interesse am zukünftigen Schicksal der russischen Halbinsel Krim bekundet. Gemeinsam mit dem ukrainischen Staatspräsidenten Wolodymyr Selenskyj bei einem Treffen am 16. Oktober in Istanbul wurde offensichtlich vereinbart, dass die Ukraine und die Türkei gemeinsame Initiativen und Aktionen setzen werden, um die Kontrolle Kiews über die Krim sowie die Regionen Donezk und Luhansk wiederherzustellen.

Türkisch-Ukrainische Krim-Plattform gegründet

Vor allem im Hinblick auf das weitere Schicksal der russischen Halbinsel Krim sind die abgestimmten Initiativen zwischen Ankara und Kiew bereits weit fortgeschritten. So wurde eine türkisch-ukrainische Krim-Plattform gegründet, die hier zukünftig weitere Aktivitäten setzen soll.

Propagandistisch zwischen Erdogan und Selenskyj abgestimmt, soll diese Krim-Plattform sich offiziell um Gewährleistung der Menschenrechte, die Freilassung gefangener Personen sowie der Verbesserung der Lebensbedingungen der ukrainischen Bürger, einschließlich der Krim-Tataren, bemühen.

Erdogan verfolgt Domino-Strategie

Für den türkischen Staatspräsidenten Erdogan ist dies ein weiterer Baustein in der von ihm verfolgten Domino-Strategie. Nach seinem massiven Engagement im libyschen Bürgerkrieg und der militärisch-logistischen Unterstützung Aserbaidschans gegen Armenien im Konflikt in Berg-Karabach betritt der türkische Staatsführer auf der Krim historischen Boden. In den Jahren 1853 bis 1856 fand damals der Krim-Krieg statt, wo die Türkei und Russland sich als Gegner gegenüber standen.

Recep Tayyip Erdogan

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