Für US-Präsident Donald Trump ist klar, dass die zur Neige gehenden Rohstoffe der Erde durch Nachschub aus dem Weltall ergänzt werden müssen – etwa vom Mond.

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Rohstoff-Mangel: USA und China greifen nach den Sternen

Längst hat der internationale Wettlauf um den Abbau wertvoller Materialen auf Asteroiden und dem Mond, sogenanntes Space Mining, begonnen. Laut Schätzungen der US-Investmentbank Morgan Stanley könnte die Weltraum-Industrie bis 2040 Einnahmen von mehr als einer Billion US Dollar lukrieren. Auf Himmelskörpern könnten nämlich Wasser, Gold, Nickel, Silikon und Platin gewonnen werden. Eines der Hauptziele der Abbaupläne im Weltraum ist es, einen Ersatz für die in absehbarer Zukunft nicht mehr in ausreichendem Maße auf der Erde zur Verfügung stehenden Mineralien zu finden.

Trump ruft dazu auf, Weltraum-Ressourcen zu nutzen 

In einem Executive Order hat US-Präsident Donald Trump dazu aufgerufen, dass sich nicht nur die USA, sondern auch andere Staaten an der Ausbeutung der Weltraum-Ressourcen anschließen. Im Mond-Übereinkommen, das den Mond und andere Himmelskörper als gemeinsames Erbe der Menschheit ansieht, soll dies legitimiert sein. Es ist also das Recht aller Staaten, den Mond und andere Himmelskörper aufzuteilen, um Nutzen aus ihnen zu ziehen.

EU erneut uneinig 

Sowohl die USA, als auch chinesische Unternehmen sind an Forschungen zur Ausbeutung von Ressourcen auf dem Mond und Asteroiden beteiligt. Die EU ist in dieser Sache gewohnt zwiegespalten. Während Luxemburg eine eigene Weltraum-Ressourcen-Strategie entwickelt hat und aktiv chinesische und US-Raumfahrtunternehmen anzieht, um am Asteroidenbergbau teilzuhaben, hat das österreichische Außenministerium eine heldenhafte diplomatische Initiative zur Verhinderung des Asteroidenbergbaus gesetzt.

2022 startet erste europäische Mars-Mission 

Merkwürdig, legt die österreichische Raumfahrtbehörde im Programmbereich Technologien für die Raumfahrt doch besonderes Augenmerk auf die Entwicklung von innovativen Technologien, Produkten und Verfahren. Außerdem ist es fraglich, ob das Außenministerium darüber informiert ist, dass 2022 die europäische Mission EXOMars starten soll. Diese wird erstmals zwei Meter in den Mars-Untergrund bohren, um Proben aus der Tiefe des Mars zu entnehmen. Zwei Jahre später wird die japanische Mission namens Martian Moons Exploration (MMX) mit Beteiligung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) zum Mars aufbrechen.

Mond-Übereinkommen nur spärlich unterstützt 

Besagtes Mond-Übereinkommen wurde von Österreich und nur 17 weiteren Staaten ratifiziert. Unter ihnen meist nur Entwicklungsländer. Nicht unterzeichnet haben China, die USA, die Schweiz oder die Russische Föderation. Laut der luxemburgischen Raumfahrtbehörde bedeutet der Umstand, dass das Mond-Übereinkommen nur wenige Vertragsparteien hat, die allesamt keine Raumfahrtnationen sind, dass keine Hindernisse für den Abbau von Ressourcen im Weltall bestehen.

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