Veruntreute Venezolanische Dollar-Millionen sollen auf Liechtensteiner Bankkontos liegen.

Foto: St9191 / Wikimedia (CC-BY-3.0)
Schwarzgeldmillionen der Marxisten sollen in Liechtenstein geparkt sein

Eine neue Diskussion über Auslandsguthaben des marxistischen Regimes in Venezuela hat sich jetzt rund um den Banken- und Finanzstandort Liechtenstein eröffnet.

Enge Vertraute und hohe Staatsbeamte des venezolanischen Staatspräsidenten Nicolas Maduro sollen die Staatskonten systematisch geplündert haben. Dabei sollen hunderte Millionen US-Dollar ins Ausland geschafft worden sein. Die Spuren führen unter anderem nach Liechtenstein und in die Schweiz. Im Visier dieser illegalen Geldtransfers nach Mitteleuropa steht vor allem die in Liquidation befindliche Union Bank in Liechtenstein.

Union Bank Liechtenstein seit Anfang August in Liquidation

Internationale Fahnder und die Liechtensteinische Staatsanwaltschaft suchen jetzt das Geld. Am 10. August veröffentlichte die Bank folgende Mitteilung an Kunden und die Öffentlichkeit:

Die Aktionäre der Union Bank AG haben anlässlich der Generalversammlung vom 7. August 2020 die freiwillige Liquidation der Bank beschlossen. Wesentliche Zahlen der Bank sind zwar überdurchschnittlich gut; so liegt die harte Kernkapitalquote bei 39%(1) und die Liquiditätsdeckungsquote bei über 2’000%(2), was dem Zwanzigfachen des gesetzlichen Minimums entspricht. Jedoch konnten die Eigenmittelvorgaben der seit 1. Januar 2020 in Liechtenstein direkt anwendbaren Europäischen Kapitaladäquanzverordnung (CRR) nicht erreicht werden. Grund für die Nichterreichung der Eigenmittelvorgaben war, dass sich kein der FMA genehmer Aktionär gefunden hat, der die notwendigen Mittel eingebracht hätte.

Der Verwaltungsrat hatte in den letzten Monaten intensiv verschiedene Optionen, welche die Weiterführung der operativen Banktätigkeit unter einem neuen Ankeraktionär sowie mit einer deutlich höheren Kapitalbasis erlaubt hätten, geprüft. Dabei ist es nicht gelungen, den Aktionärskreis zu erneuern, obwohl intensive Verhandlungen mit interessierten Parteien geführt wurden, welche zum Teil auch den regulatorischen Bewilligungsprozess durchlaufen haben. Der Verwaltungsrat bedauert diese Entwicklung, zumal sie sich bis zum Schluss für den Fortbestand der Bank auf einem erneuerten Fundament.

Staatsanwaltschaft: Schweizer Banker und Maduro-Beamtin im Visier

Die Vaduzer Staatsanwaltschaft, die die Aufklärung vorantreibt, soll einen Schweizer Banker im Visier haben. Er soll über Briefkastenfirmen in der Karibik und in Panama auch „schmutziges Geld“ auf Konten bei Banken in Liechtenstein überwiesen haben. Diese seien womöglich über die tatsächliche Herkunft der Gelder getäuscht worden, wie aus einem Rechtshilfeersuchen hervorgeht, das in US-Medien zitiert wird.

Gleichzeitig wurde bekannt, dass eine ehemalige venezolanische Regierungsbeamtin Gold im Wert von zehn Millionen US-Dollar in einem Tresorgebäude in Liechtenstein lagerte. Und ein aktueller Bericht der Süddeutschen Zeitung über die Liechtensteinische Landesbank gibt Auskunft darüber, dass über die 2,5 Millionen Euro geflossen sein sollen.

Liechtensteinische Landesbank und Bankenverband weisen Vorwürfe zurück

Die Liechtensteinische Landesbank weist die Vorwürfe zurück und gibt an, bei internen und externen Untersuchungen keinerlei Unregelmäßigkeiten festgestellt zu haben. Der Geschäftsführer des Bankenverbandes erklärte, dass Venezuela nie ein Markt für Liechtensteins Finanzwirtschaft gewesen sei oder aktuell ist.

Viele Medienberichte würden unbewiesene Behauptungen und Spekulationen wiedergeben, die nicht den Tatsachen entsprächen.

Vaduz

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