Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sieht sich wachsenden Protesten gegen seine Politik in der Bevölkerung gegenüber.

Foto: Пресс-служба Президента Российской Федерации / wikimedia,org (CC-BY-4.0)
Zehntausende Oppositionelle demonstrierten gegen Netanjahu

Die oppositionelle Protestbewegung gegen den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu nimmt trotz Covid-19-„Lockdown“ und Ausgangssperren weiter zu. Am Wochenende demonstrierten wieder zehntausende Israelis an zahlreichen Orten gegen den wegen Korruption angeklagten Regierungschef. Allein in Jerusalem und Tel Aviv sollen tausende Demonstranten zusammengekommen sein, um ihren Protest gegen Netanjahu lautstark zu artikulieren.

Unter den Protestierenden sind nicht nur jene, die den Ministerpräsidenten wegen seiner mutmaßlichen kriminellen Verstrickungen ablehnen. Viele laden auch ihren Frust gegen die Covid-19-Politik von Netanjahu und der israelischen Regierung ab. Unter den Demonstranten sind zahlreiche kleine Händler und Gastronomen, ddie bei den letzten Wahlen noch den Ministerpräsidenten unterstützt hatten.

Netanjahu möchte höhere Strafen für Covid-Gegner

Netanjahu forderte demgegenüber in einer jüngsten Regierungssitzung höhere Strafen für Covid-Gegner. Wer sich an die strengen Ausgangsregeln nicht halten will, soll noch strenger bestraft werden.

Seit dem zweiten „Lockdown“, den Netanjahu am 18. September gemeinsam mit seiner Regierung verordnet hatte, ist die Bereitschaft der israelischen Bevölkerung, sich an Ausgangs- und Kontaktverbote zu halten, weiter gesunken. Und der Unmut über den als korrupt und machtorientiert geltenden Netanjahu nimmt weiter zu. 

Benjamin Netanjahu

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