Ewiger Student und „Holocaust-Forscher“ randaliert im Flugzeug

Austrian AirlinesHarald A. ist ein junger Mann von 32 Jahren. Sein Geld verdient er als freier Mitarbeiter der Universitätsbibliothek der Medizinischen Universität Wien. Dort ist er mit so bedeutenden Aufgaben wie der Erfassung von Doubletten des Periodikabestandes betraut. Eine durchschnittliche Beschäftigung für einen durchschnittlichen Menschen. Weit unterdurchschnittlich ist sein Studienerfolg, sofern man von Erfolg reden kann, denn sein anscheinend noch nicht abgeschlossenes Studium der Geschichte und Germanistik begann Herr A. bereits im Jahr 2000.

Erfolglos, aber politisch korrekt

Weit überdurchschnittlich dürfte allerdings sein Level an politischer Korrektheit sein. Beispielsweise durfte A. bei der Recherche für ein Buch über die Lieblingsautorin der linken Schickeria, Elfriede Jelinek, mitwirken. Weiters ist Herr A. Holocaust- und Schwulen-Forscher. So hat seine Diplomarbeit, an der er laut Lebenslauf auf der Webseite der Meduni-Bibliothek seit März 2006 arbeitet, am Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte an der Universität Wien den vielsagenden Arbeitstitel: „Schwuler Alltag in Österreich während der Totalverbotszeit zwischen 1945 und 1971 – Brüche und Kontinuitäten zur Nazizeit und der ersten Postlegalisierungsphase – auf Oral-History-Basis“.

Sündenfall nach Holocaust-Forschungsreise

Austrian Airlines

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Alkoholisierter "Historiker" randaliert auf Flug OS 94
Foto: Arpingstone / Wikimedia

Die Holocaust-Forschung führte Herrn A. jüngst in das ferne New York, wo er fünf Wochen verweilte. Seine Rückkehr brachte ihn dabei in die Schlagzeilen nationaler und internationaler Medien. Nein, seine Holocaust-Forschung hat keine bahnbrechenden neuen Erkenntnisse gebracht. Vielmehr verschaffte der verhinderte Historiker auf seinem Rückflug nach Österreich den anderen Passagieren eine nicht geplante Zwischenlandung in Irland, wie Medien berichten. Durch einen Cocktail aus Schlaftabletten und Alkohol beeinträchtigt, soll A. nämlich zu randalieren begonnen haben. Daraufhin schlagzeilte die Tageszeitung Heute – unter deutlicher Überhöhung seines beruflichen Wirkens: "Uni-Forscher randaliert im Jet – Notlandung!". Wie die Irish Times berichtet, musste A. zunächst von drei Passagieren überwältigt und in Irland von der Polizei gewaltsam aus dem Flugzeug entfernt werden. Dort verurteilte ihn ein Richter zu einer Geldstrafe von 400 Euro. Und da war sie wieder, A. Unterdurchschnittlichkeit, denn die Höchststrafe für Randalieren im Flugzeug wären 4 Monate Haft gewesen. Doch wie sprach der Richter: “It was a shocking experience for the passengers concerned but the offence was at the lower end of so-called air rage offences." 

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