Werbung mit Kreuz: Muslime sind auf Fluglinie Swiss Air sauer

25. Oktober 2012 - 9:13
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Viele Schweizer Muslime sahen ihre religiösen Gefühle durch ein
Swiss-Air-Plakat mit dem Spruch „Kreuz ist Trumpf“ verletzt.
Foto: Roland Zumbühl / Wikimedia (CC BY-SA 3.0)

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Schweiz

Der amateurhafte Mohammed-Film „Die Unschuld der Muslime“ hat im September weltweit für Proteste und gewaltsame Ausschreitungen gesorgt. Zur selben Zeit stiegen auch die Muslime in der Schweiz auf die Barrikaden. Allerdings nicht wegen des umstrittenen Schmähvideos, sondern weil eine Werbekampagne der nationalen Fluggesellschaft Swiss Air ihre religiösen Gefühle verletzt hat. Auf großflächigen Plakaten mit der Schweizerfahne bewarb die eidgenössische Fluglinie ihre 70 Reisedestinationen. Dazu der Spruch: „Kreuz ist Trumpf“.

Nach Angaben der Schweizer Zeitung Der Sonntag wurde besonders der unpassende Zeitpunkt der Werbekampagne von den Muslimen als Kränkung empfunden. Aber auch das weiße Kreuz auf rotem Grund sorgte für Empörung. Immerhin ist das Kreuz das Symbol der Christen und dessen Darstellung im Islam verboten. „Mohammed ist ein Krieger und ein Sieger. Das christliche Kreuz ist im Islam ein Zeichen des Verlierers“, erklärt dazu der Mainzer Kardinal Karl Lehmann in einem Interview mit dem deutschen Nachrichtenmagazin Spiegel. „Wenn der Slogan ‚Das Schweizer Kreuz ist Trumpf’ lauten würde, hätten wir das verstanden. Aber so ist es ein Wortspiel, bei dem man sich vieles denken kann“, wurde ein muslimischer Nutzer im sozialen Netzwerk Facebook zitiert.

Provokation für Muslime – Fluglinie reumütig

Der türkische Journalist Cemil Baysal, der in den türkischen Zeitungen Post Gazetesi und Türkiye das Thema ebenfalls abhandelte, erklärte den Lesern der Sonntagszeitung, warum sich viele Muslime von der Swiss-Air-Werbung brüskiert fühlten: „Das Schmähvideo wurde von christlichen Kreisen in den USA produziert, die als Islamhasser bekannt sind. Dass die Swiss zum gleichen Zeitpunkt mit dem christlichen Slogan ‚Kreuz ist Trumpf’ warb, empfanden viele Muslime als Provokation und Verletzung ihrer religiösen Gefühle.“ Doch nicht alle teilten die Kritik. Moderate Muslime warfen ihren Glaubensbrüdern zu radikales Gedankengut vor. Für sie sei das Plakat keine Provokation.

Die Fluggesellschaft selbst zeigte sich reumütig, sprach in Zusammenhang mit dem gewählten Kampagnenzeitpunkt von einem „unglücklichen Zufall“. Mit der Aussage ‚Kreuz ist Trumpf’ habe sich Swiss Air mittels eines Wortspiels auf das in der Schweiz stark verankerte Jassen (ein populäres Kartenspiel, Anm. d. Red.) bezogen, beteuerte Unternehmenssprecherin Myriam Ziesack gegenüber Der Sonntag. Und weiter: „Wir beabsichtigten mit dieser Werbebotschaft in keinster Weise, eine religiöse oder politische Aussage zu machen. Sollten dennoch die religiösen Gefühle von Dritten verletzt worden sein, bedauern wir das sehr.“

Kurztitel: 
Muslime empört über Kreuz-Werbung
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Kommentare

Warum zu "Kreuzekriechen" neben "EUschleimen" nicht zur olympischen Disziplin erheben"?

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Mittlerweile scheint das zu "Kreuzekriechen" ein Sport geworden zu sein und sind die "Muslime" für die Medaillenverteilung zuständig

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Ich frag' mich jedesmal, was diese Mittelalter Gestalten eigentlich in Europa suchen? Verpisst euch doch samt dem ganzen Scheißdreck in die Wüste.

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nicht passt, was bei uns passiert, wird ihm keiner eine Träne nachweinen, wenn er dorthin geht, wo er hingehört.
Wäre ja noch schöner, wenn wir uns von den Mohammedanern sagen lassen müssen, was zu tun ist.

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kreuz ist trumpf - ist auch beim kartenspielen so. wird das auch verboten werden ? also wirklich, es ist doch einiges erbärmlich was da so verzapft wird.

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Und die Feige Christenbande entschuldigt sich noch satt das Gesindel raus zu schmeissen

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Es wird ja langsam lächerlich , wie die Muselmanen sich in ihrer Religion düpiert fühlen. Die sollen sich wie auch wir Christen es tun, aus der Politik und der freien Wirtschaft raushalten. Diese Stilblüten sind ja nicht zu ertragen. Auf was solln wir uns da noch einstellen ,wenn diese Hetzjagd so weiter geht.

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Bevor man eine solche Werbekampagne durchführt, sollte man sich einige Berater in´s Haus holen.
Einen Muezzin, einen Rabbi, einen Budisten und natürlich eine Feministin und wenn sich keiner angepisst oder sonst irgendwie unwohl fühlt, dann kann man loslegen.
Mazo

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Dürfen wir bei der nächsten Wahl überhaupt noch ein Kreuz machen?

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Wir leben in einer freien Welt (na ja, ein bisserl freier als unter dem Halbmond jedenfalls).

Demgemäß darf auch jeder so beleidgt sein wie er will.
Als seid beleidigt ... oder auch nicht.
Ds steht jedermann frei.

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