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Marokkanische Sicherheitskräfte

Spezialeinheiten der marokkanischen Sicherheitskräfte konnten eine gefährliche Zelle der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) ausheben.

6. Oktober 2020 / 18:03 Uhr

Terrorzelle des Islamischen Staates in Marokko ausgehoben

Ein Schlag gegen den marokkanischen Ableger der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) ist den Sondereinheiten der dortigen Sicherheitspolizei gelungen. Aktuell sollen insgesamt vier dringend verdächtige Männer im Alter von 23 bis 26 Lebensjahren,  die dem IS angehören, verhaftet worden sein. Beim Zugriff durch die Sicherheitspolizei wurde entsprechendes Propagandamaterial der islamistischen Terrormiliz sichergestellt. Auch ein Werbevideo der Terrororganisation soll bei der Verhaftung der vier Marokkaner aufgefunden worden sein.

Auch Stichwaffen und Chemikalien, die zur Herstellung von Sprengfallen geeignet sind, wurden bei den vier Verdächtigen sichergestellt. Die Terroristen sollen den Plan gehabt haben, sich dem IS in der Sahelzone anzuschließen, um dort den bewaffneten Kampf aufzunehmen. Ob auch aktuelle Anschlagspläne in Marokko bestanden, sollen jetzt die Vernehmungen der Verhafteten und weitere polizeiliche Ermittlungen ergeben.

Marokko ist Transitland für illegale Migranten und IS-Anhänger

Marokko ist ein wichtiges Transitland für illegale Migranten aus Westafrika. Mit diesen Migranten kommen auch immer wieder potentielle Anhänger des radikalen Islamismus aus afrikanischen Ländern in Richtung Norden. Aus ihren Reihen werden nicht selten neue Kämpfer für den IS und anderer radikale Moslemvereinigungen rekrutiert. Teile dieser radikalisierten Moslems haben auch in Marokko selbst bereits blutige Attentate auf Einheimische und Touristen verübt.

Gelangen diese Kämpfer weiter über das Mittelmeer, dann erhöhen sie die potentielle Terrorgefahr in ganz Europa. Ein Teil der angeworbenen IS-Kämpfer zieht aber auch in andere nordafrikanische Staaten, wie etwa Algerien, Tunesien oder Libyen, um dort aktiv zu werden.

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