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Screenshot / Standard.at

Wer “Öffis” ohne Maske betritt, sollte hingerichtet werden, forderte ein Hassposter auf standard.at. Wo bleibt die Empörung?

6. August 2022 / 11:33 Uhr

Nutzer auf “standard.at” fordert Todesstrafe für Impfverweigerer

Mitten in der neuerlich entfachten Diskussion um „Hass im Netz“, hervorgerufen durch den Selbstmord einer Ärztin aus Oberösterreich, die monatelang Morddrohungen zugeschickt bekommen haben soll, tauchte in den sozialen Medien ein ungeheuerliches Hass-Posting auf standard.at auf. Der Text des anonymen Schreibers „SeriousSam1337“ zeigt nicht nur die tiefe Spaltung in der Gesellschaft zum Thema „Corona“, sondern ist auch angetan, von den Behörden strafrechtlich verfolgt zu werden. Hier das üble, mittlerweile offenbar gelöschte Posting:

Meinungsfreiheit, weil es auf einer Medienplattform steht?
Eine Dame hatte diese Aufforderung des anonymen Kommentarschreibers, Menschen, die sich nicht impfen lassen oder sich weigern, in „Öffis“ eine Maske aufzusetzen, „aus dem Verkehr zu ziehen“, auf den Kurznachrichtendienst Twitter gestellt und geschrieben:

Zählt das auch zu Hass im Netz? Oder ist das Meinungsfreiheit, weil es auf einer Medienplattform steht? Sarkasmus Ende.

“Hass im Netz” wird nur in eine Richtung verfolgt
Die Fragen sind nicht unberechtigt, bekommen die Menschen doch immer mehr das Gefühl, dass auch beim „Hass im Netz“ in nur eine Richtung ermittelt wird, nämlich in jene, die dem Regierungs-Narrativ widerspricht. Und man kommt aus dem Staunen nicht heraus, warum der Standard, der solchen Hass-Postern wie „SeriousSam1337“ eine Plattform bietet, nicht zur Verantwortung gezogen wird. Man stelle sich nur vor, was los wäre, würden ähnliche Tötungsaufrufe von Kommentarschreibern in alternativen Medien vorkommen.
Presse hält sich nicht an eigenen Ehrenkodex
Der Mainstream scheint unter dieser schwarz-grünen Regierung so etwas wie einen Sonderstatus außerhalb des rechtlichen Rahmens zu haben. Michael Scharfmüller, Herausgeber von Info-Direkt, hat herausgefunden, dass sich die österreichische Presse nicht einmal an den eigenen Ehrenkodex, den sie im Presserat festgeschrieben hat, hält. Auf Facebook schrieb er:

Im Fall des Suizids der oberösterreichischen Ärztin hält sich die Einheitspresse natürlich nicht an ihren eigenen Ehrenkodex.

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Edtstadler: Ungeimpfte rechtswidrig in Österreich
Dass es zu dieser Gesellschaftsspaltung und zu diesem einseitigen Hass in der Bevölkerung gekommen ist, dafür sind nicht zuletzt auch Regierungsmitglieder verantwortlich. Die Impf-Hardlinerin und Verfassungsministerin Karoline Edtstadler (ÖVP) trug besonders dazu bei. Sie sagte am 10. Dezember 2021 in der Kronen Zeitung wortwörtlich:

Mit der Einführung der Impfpflicht ist es eigentlich rechtswidrig, in Österreich zu wohnen und nicht geimpft zu sein. Und daran können sich auch andere Konsequenzen knüpfen.

Bleibt zu hoffen, dass sie mit “andere Konsequenzen” nicht die von „SeriousSam1337“ geforderte Todesstrafe meinte.

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