Roter Großkoalitionär Fischer für Homo-Ehe und Einheitsschule

Als Chefideologe der alten Schule hat sich Bundespräsident Heinz Fischer in einem Interview mit den Oberösterreichischen Nachrichten (OÖN) produziert. Kurz vor der Nationalratswahl am 29. September 2013 auf Themen der Zukunft angesprochen, lässt das rote Staatsoberhaupt keine Zweifel über seine gesellschafts- und machtpolitische Position in dieser Republik aufkommen. Er gibt sich als Verfechter einer Großen Koalition aus SPÖ und ÖVP, wenn diese auch nur eine knappe Mehrheit über 50 Prozent erreichen sollte, er tritt für die sozialistische Einheitsschule und damit das Ende des Gymnasiums ein und er möchte für Schwule und Lesben eine echte Homo-Ehe durchgesetzt wissen.

Je älter er wird, desto linker bleibt Heinz Fischer

Als weltanschaulicher „Grüß-August“ hat es sich der langjährige SPÖ-Chefideologe Heinz Fischer in den letzten neun Jahren in der Wiener Hofburg bequem eingerichtet. Aus der täglichen Innenpolitik hält sich der nicht gerade mutige Spitzenpolitiker lieber heraus, im Hintergrund und durch vereinzelte Wortspenden versucht er aber weiterhin kräftig am „gesellschaftspolitischen Räderwerk“ zu drehen. Bei einer zukünftigen Koalitionsbildung stellt er im Interview mit der OÖN diese These auf:

Man soll über alles nachdenken. Aber wenn SPÖ und ÖVP gemeinsam mehr als 50 Prozent der Mandate haben und gewillt sind, eine gemeinsame Regierung zu bilden, bitte, was ist dann die bessere Alternative?

Und bei Homo-Ehe und Einheitsschule geht das rote Staatsoberhaupt fast von einem „Naturgesetz“ aus:

Die Gleichstellung von Menschen mit unterschiedlichen sexuellen Orientierungen ist in ganz Europa auf dem Weg. Und ich glaube, es ist der richtige Weg. Die Regierung hat ebenfalls Schritte gesetzt. Sie hat zwar Restkonzessionen gemacht und spricht zum Beispiel nicht von Hochzeit, sondern von Verpartnerung. Aber ich glaube, dass in zehn Jahren die volle Gleichstellung gegeben sein wird. Das geht schrittweise, weil es auch um Rücksichtnahme auf einen gewissen Gewöhnungsprozess geht.

Bei der Gesamtschule sieht der Bundespräsident nicht „Nivellierung, [.] sondern das Ausschöpfen von Bildungsreserven in der Bevölkerung.“

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