Islamistische Rebellen greifen Zivilisten auf den Philippinen an

Nun greift der islamistische Terror auch auf die Philippinen über. Radikale Islamisten der „Moro Islamischen Befreiungsfront (MILF)“ haben die im Süden der Philippinen liegende Hafenstadt Zamboanga überfallen und dort mindestens 20 Zivilisten als Geiseln genommen. Die rund 100 Mann umfassende MILF-Miliz hatte bei ihrem Überraschungsangriff auf die Stadt einen Wachsoldaten getötet. Die Behörden in Zamboanga haben nun Schulen und öffentliche Einrichtungen geschlossen und warten auf philippinische Entsatztruppen, die die Geiseln wieder befreien und die Kämpfer zurückschlagen sollen.

Für die philippinischen Behörden kam der Angriff überraschend, da seit dem Oktober 2012 ein von Staatspräsident Benigno Aquino III verkündeter Friedensvertrag gelten sollte.

Islamistische MILF ist seit den siebziger Jahren aktiv

Die MILF ist bereits seit den siebziger Jahren Jahrhunderts im Untergrund aktiv. Sie beansprucht die im Süden der Philippinen gelegenen Gebiete von Mindanao, dem Sulu-Archipel, Palawan, Basilan und weitere kleinere Inseln und damit rund ein Drittel des Staatsgebietes. Gleichzeitig machen die Muslime an der Gesamtbevölkerung jedoch nur etwas mehr als fünf Prozent der Bevölkerung aus. Die radikalen Islamisten der MILF führen in ihrem Selbstverständnis  einen Dschihad gegen die Staatsregierung in Manila, den sie als eine Fortsetzung jenes Kampfes gegen die Spanier bzw. Christen seit deren Ankunft im Jahre 1521 sehen. 

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