Die Weltwirtschaft beruht nur mehr auf einem schuldenbasierten Wachstum.

Foto: Bild: EuroCrisisExplained.co.uk/flickr (CC BY 2.0)
Globale Verschuldung steigt auf knapp 200 Billionen Dollar an

Das globale Finanzsystem nähert sich mit großen Schritten einem weiteren Kollaps, so die Conclusio einer Studie der McKinsey Company. Die globale Verschuldung liegt momentan bei 199 Billionen Dollar und stieg damit seit der Finanzkrise 2008 um unglaubliche 57 Billionen Dollar an. Dabei verschuldeten sich alle großen Wirtschaftsmächte nahezu im Gleichschritt.

Neue Kredite statt Schuldenabbau

Am Beispiel der Finanzpolitik der EU erkennt man die Gefahr dieser Entwicklungen sehr gut. Durch die Staatsanleihenkäufe der EZB und die schuldenbasierten Investitionsprogramme wird die Spirale aus Neuverschuldung und kreditbasierten Investitionen immer weitergeführt. Anstatt nach den verheerenden Auswirkungen der Finanzkrise auf eine Entschuldung zu setzen und die Finanzmärkte strenger zu regulieren, setzten Staaten, Unternehmen, aber auch Privathaushalte auf Schulden in Form von billigen Krediten, verliehen durch Banken, welche an der Krise dadurch auch noch partizipierten. Das führt nun zu einem explosionsartigen Anstieg der Staatsverschuldung, sowohl in absoluten Zahlen als auch im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt.

Die Angst vor möglichen negativen Auswirkungen wächst. Einerseits befürchtet man eine Blasenbildung, etwa am Immobilienmarkt wie 2008, andererseits droht ein Währungskollaps des Euro. Einige Anzeichen deuten auf die Zeit der großen Depression in den 1930er Jahren hin. Der starke Anstieg der Privatverschuldungen, enorme Haushaltsdefizite von Staaten – alleine China verschuldete sich um das Vierfache in den vergangenen acht Jahren – eine beginnende Rezession und eine drohende Krise des Derivatenhandels. Der Handel mit Derivaten boomt, diese bringen jedoch keine realen Investitionen mit sich, da nur auf zukünftige Gebarungen oder Erträge von Firmen gewettet wird, was wiederum eine weitere Gefahr für die Weltwirtschaft bedeutet.

Österreich mit enormer Schuldenlast

Österreichs Schuldenverhältnis gemessen am Bruttoinlandsprodukt beträgt mittlerweile knapp 75 Prozent. Entwicklungsländer wie Nigeria, Vietnam oder Kolumbien stehen hier deutlich besser da. Der aktuelle Schuldenstand von 286 Milliarden Euro an Staatsschulden bringt jedem Österreicher zusätzlich 38.000 Euro Schulden ein. Alleine die Rückzahlungen der Zinsen betragen 7,3 Milliarden Euro. Der McKinsey-Report besagt einmal mehr, dass die Weltwirtschaft nur auf Schulden basiert. 

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