Opfer des linksextremen Farbbeutel-Anschlags klagt an: "Was ist aus Graz geworden?"

Eine glanzvolle Ballnacht endete für Armin Fischer und seine schwangere Frau Clara mit einem hinterhältigen Angriff durch linke Demonstranten. Anzug und Jacke (kleines Bild) sowie das Kleid der Dame sind zerstört. Foto: Akademikerball / Facebook bzw. Armin Fischer / Facebook
Eine glanzvolle Ballnacht endete für Armin Fischer und seine schwangere Frau Clara mit einem hinterhältigen Angriff durch linke Demonstranten. Anzug und Jacke (kleines Bild) sowie das Kleid der Dame sind zerstört.
Foto: Akademikerball / Facebook bzw. Armin Fischer / Facebook

Obwohl die Proteste gegen den Grazer Akademikerball kaum Teilnehmer mobilisieren konnten, wüteten im Anschluss einmal mehr Linksextremisten. Das Haus der Studentenverbindung „Corps Teutonia“ wurde mit Farbbeuteln attackiert. Erwischt haben die Randalierer auch ein Ehepaar, das gerade mit dem Taxi nach Hause fahren wollte (unzensuriert.at hat hier berichtet). Der Angegriffene schilderte die Situation auf Facebook und stellte unzensuriert.at seine Ausführungen auch als Leserbrief zur Verfügung.

Polizei hatte Taxi-Benützer nicht im Blickfeld

Gestern Abend (1:30 Uhr morgens) nach dem Akademikerball wurden Clara (meine Frau) und ich von vermummten Gestalten beschimpft und mit Farbe beschüttet. Die Täter haben sich bei der Taxi-Schlange außerhalb des Sichtfeldes der Polizei, die 50 Meter entfernt stand, verborgen. Warum man die Taxi-Schlange nicht bis zur Absperrung der Polizei gelassen hat oder die Polizei zumindest eine Einheit bei den Taxis positioniert hat, weiß ich nicht.

„Geh' mit in die Gasse, und dann stirbst du!“

Mehr schockierte mich jedoch die Einstellung dieser Leute. Nach der Attacke wollte ich sie zur Rede stellen, nachdem ich meine schwangere Frau schnell ins Taxi bekommen habe. Fünf vermummte Burschen haben sich vor mir aufgebaut, während das Mädel Schmiere gestanden ist. Auf die Frage, was sie denn gegen mich haben oder was das soll, bekam ich die Standard-Antworten zu hören: „Verpiss dich, du Wichser. Schleich dich, du Nazi. Geh mit in die Gasse, und dann stirbst du.“

Ich bin ein sehr toleranter Mensch, ich wähle VdB und in Graz gerne die ÖVP. Ich habe vier Jahre in China gewohnt (und war somit selber Ausländer) und bin offen gegenüber Menschen aller Nationen, ich unterstütze die Aufnahme von Flüchtlingen. Doch ich nehme an, das interessierte diese selbst ernannten Gerechtigkeitskämpfer nicht. Man sah, wie sie sich als Helden fühlten, sie tun ja etwas gegen diesen Ball, der ja von „sexistischen und rechten Männerbünden“ organisiert wird.

„Sexistischer Ball“ von Damenverbindung organisiert

Die Tatsache, dass dieser Ball dieses Jahr sogar von einer Damenverbindung organisiert wurde und die Hälfte der austragenden Bünde nicht einmal politisch (geschweige denn „rechts“) ist, wird gerne ignoriert - wobei mich interessieren würde, wie so ein frauenfeindlicher Damenbund aussehen soll...

Was mich mehr stört und ärgert als meine ruinierte Jacke, Anzug und Claras Kleid, ist, was aus Graz anscheinend geworden ist. Ich bin vor einem Monat aus China zurückgekehrt in eine Stadt, die ich als sicher und weltoffen in Erinnerung hatte. Und jetzt muss ich mich sorgen, von irgendwelchen vermummten Unbekannten auf der Straße angegriffen zu werden, weil sie sich von einem Ball gestört fühlen. Alleine die Tatsache des Ballbesuchs reicht anscheinend aus, um Ziel ihres blinden Hasses zu werden - unabhängig der persönlichen Einstellung, vollbrachten Taten oder sonstiger Grundlage. Dass das Ganze dann auch noch von der Politik gestützt wird (Grüne Jugend und KPÖ), stimmt mich traurig – Graz, was ist aus dir geworden?

Genau das treibt doch die Leute zu den anderen Parteien.

Gedanken über den Zustand der Gesellschaft

Mir scheint, wir sollten uns in Österreich weniger Gedanken über den Einfluss von außen und über Flüchtlinge machen, als über den Zustand der eigenen Gesellschaft, in der jeder über jeden urteilt, alle Andersdenkenden verachtet werden und gegen alles und jeden demonstriert wird, der nicht ins eigene Weltbild passt. Und dabei versucht man noch, möglichst wenig über die „Anderen“ zu lernen, es könnte ja sonst die schöne Blase platzen, in der man sich selbst als Retter der Nation fühlt, weil man gegen alles Böse vorgeht.

Ich bin nicht gegen Demonstrationen oder Meinungsfreiheit, im Gegenteil, ich halte sie für wichtige Werkzeuge der Demokratie und persönlichen Freiheit. Aber vielleicht konnte ich mit meinen Ausführungen den einen oder anderen zum Nachdenken anregen, sich selber vor der Teilnahme bei einer Demo oder Kundgebung (welches Thema auch immer) unabhängig zu informieren und nicht blind irgendwelchen Parolen oder einschlägigen Webseiten oder Facebook-Posts (dieser hier nicht ausgenommen) zu folgen.

Mit freundlichen Grüßen,
DI Armin Fischer

PS: Nach dem Angriff bin ich zu den Beamten zurück und habe sie doch gebeten, auch vorne bei den Taxis zu schauen. Das haben sie dann auch gemacht und haben zu zweit auch nach den Tätern gesucht, die aber bis dahin leider schon auf und davon waren.

 

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