Staatsstreich mit Hof: „Heute gehört uns Basti – morgen der Neue Mensch!“ | Unzensuriert.at

Staatsstreich mit Hof: „Heute gehört uns Basti – morgen der Neue Mensch!“

Sebastian Kurz war das Ziel der selbsternannten Gutmenschen. Seine Rede beim Umweltgipfel „R20 Austria World Summit“ wurde von ihnen gestört. Foto: European People's Party / Wikimedia (CC-BY-2.0)
Sebastian Kurz war das Ziel der selbsternannten Gutmenschen. Seine Rede beim Umweltgipfel „R20 Austria World Summit“ wurde von ihnen gestört.
Foto: European People's Party / Wikimedia (CC-BY-2.0)
28. Mai 2018 - 7:15

Für all jene, die heuer den Opernball versäumt hatten, bot das jüngste Weihefest der Republik, der Umweltgipfel „R20 Austria World Summit“, maximale Entschädigung. Das in der Wiener Hofburg uraufgeführte Spektakel „System Change not Climate Change“ bot tiefe Einblicke in den Zustand kakanischer Gewaltverhältnisse und „Herrschaft der Guten“.

Das Stück, welches von ORF III direkt übertragen wurde, führte eindrucksvoll vor, wie uns ein moralinsaurer, giftgrün eingefärbter Puppenstaat Schritt für Schritt unterwandert und der noch verbleibende Rechtsstaat Stück für Stück ausgehebelt wird. Das Mysterienspiel aus der Hofburg machte klar, auf welch breiter Front der höfische Schattenstaat der Neuzeit ganz oben angekommen war.

Umweltgipfel „R20 Austria World Summit“ als Politbühne

Und so durfte jene Schmierenkomödie beginnen: Der Bundeskanzler wird schon in seiner Begrüßungsansprache durch Zwischenrufer unterbrochen – scheint wenig irritiert, doch bietet Versammlungssprengern „gerne“ sein Mikrofon an. Pippi Kurzstrumpf (Name von der Redaktion geändert) entert resolut das Podium. Der alte Kanzler weicht zur Seite, scheint entrückt oder gar leicht verzückt? Denn: Jetzt sind wir alle KinderkaiserIn (19)! Die Selbstermächtigte ergreift nun das Wort, während drei LinksfaschistInnen vor dem Rednerpult ihre Hassbanner aufziehen und - ungestraft - gegen Paragraph 285 des Strafgesetzbuches (Verhinderung oder Störung einer Versammlung) verstoßen.

Gastbeitrag von Gladius Invictus

Doch dies darf niemanden stören, denn laut Frankfurter Schule und ihrer Kritischen Theorie – das Glaubensbekenntnis des Negativen und Neuen Menschen - gibt es keine Kriminellen mehr,  nur noch kriminell-unschuldige Opfer, doch nur wegen des kriminellen Systems der abendländischen Kultur, welches es genau deshalb auszulöschen gilt. Das heißt auf Englisch „System Change“: Ein Anliegen, das – welch Zufall, man glaubt es kaum – genau auch Pippi unter ihrem giftgrünen Herzchen verborgen trägt, weshalb sie und ihr Rollkommando unter den besonderen Schutz der sogenannten „repressiven Toleranz“ (Marcuse) des zivilfaschistischen Unrechtsstaates fallen – sprich allesamt über den Gesetzen schweben, während sie gegen „die grünen Lügen“ und dieses „System seiner Regierung Tag für Tag ankämpfen“ müssen.

Orgien linker Sozialutopie

Vor diesem Hintergrund kann Grünspecht Pippi in staatstragender Ermächtigung das Wort an sich reißen und der abgetretene Kanzler steht in strammer Haltung bereit, Pippis Philippika mit der Drohung der ehrenwerten Gesellschaft gegen die Republik sowie ihn persönlich vor einer internationalen Öffentlichkeit und laufenden TV Kameras stehend, wie es sich für Schauprozesse auch gehört, entgegennehmen zu dürfen (inklusive Rechtschreibfehler):

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich möchte im Namen der Bewegung `System Change Not Climate Change` ein paar Worte an Sie richten. Wir setzen uns für Klimagerechtigkeit ein. Wir kämpfen um unsere Zukunft und für ein gutes Leben für alle – aus tiefstem Herzen und mit voller Überzeugung. Und Tag für Tag müssen wir dabei gegen eine Politik ankämpfen, wie Sie von der österreichischen Bundesregierung gemacht wird. Unser Protest richtet sich nicht gegen diejenigen hier, die ernsthaft etwas gegen die drohende Klimakatastrophe tun. Unser Protest richtet sich gegen jene, die vom Klimaschutz reden, aber das Gegenteil machen.

Herr Bundeskanzler Kurz, wir messen Sie und Ihre Regierung an Ihren Taten, an Ihren Plänen und an den Projekten für die Sie sich aussprechen. Wir messen Sie daran, dass fossile Energien in Österreich noch immer mit Milliarden gefördert werden und Sie nichts daran ändern wollen. Wir messen Sie an Ihrer Unterstützung für die dritte Piste am Flughafen Wien – das klimaschädlichste Großprojekt Österreichs. Wir messen Sie am Entwurf Ihrer desaströsen Klimastrategie – ohne ausreichende Ziele, ohne Plan und ohne Finanzierung.

Wir messen Sie auch am Umweltbudget Ihrer Regierung, dass nach Ihren Plänen in den nächsten Jahren dramatisch sinken soll. Wir messen Sie daran, dass Wirtschaftswachstum als Staatsziel in unsere Verfassung geschrieben werden soll. Doch auf einem endlichen Planeten kann es kein unendliches Wachstum geben. Herr Bundeskanzler, wenn Sie diese Politik weiter verfolgen, dann bleiben auch die schönsten Worte nichts mehr als grüne Lügen. Wir haben keine Zeit mehr für leere Worte: Was wir brauchen ist ein echter Systemwandel – eine andere Wirtschaft, die unseren Menschen dient und unseren Planeten schont.

System Change – Not Climate Change – Refrain von anwesenden Aktivisten skandiert

Danke schön!

Tatbestand einer Strafvereitelung?

Tosender Applaus eines ansonsten apathisch wirkenden Publikums! Pippi Kurzstrumpf verlässt im Gefolge ihrer LinksfaschistInnen gleichen Schrittes den gesetzlosen höfischen Raum. Zur Erinnerung an alle, die lieber weghören und wegschauen, um die unangenehme Botschaft ganz zu verdrängen: Der Zivilfaschismus feierte am 15. Mai 2018 seine Selbstermächtigung – das heißt sich selbst sowie seinen Triumph über das System und machte seiner internationalen Buß- und Betgemeinschaft aus nah und fern messerscharf klar: „Wir stehen über dem Gesetz – es ist nur für Euch da!“ So wird auch keine Staatsanwaltschaft prüfen, inwieweit das passive Verhalten der kakanischen Dienste gegenüber den oben genannten Tätern und Mittätern auch den Tatbestand einer Strafvereitelung (StGB Paragraph 286, Unterlassung der Verhinderung einer mit Strafe bedrohten Handlung) erfüllt haben könnte.

Kanzlerdressur

Erst nach Pippis feierlicher Verabschiedung durfte der Jetzt-Wieder-Kanzler der Republik zu seiner Rede ansetzen: Doch seine unmittelbare Unterwerfungsrhetorik ließ erkennen, dass die „Herrschaft des Unrechts“ (Horst Seehofer) mittlerweile auch in der Hofburg angekommen scheint. Doch wen wundert des Kanzlers vorsichtiges Gebaren: Das kafkaeske Drohspiel war die tolldreiste Demonstration des Schattenstaates, vor aller Welt eine Kanzlerdressur zu inszenieren und aufzuzeigen, dass für den Fall unvorhergesehener Komplikationen auf dem Weg zum „System Change“ bzw. zur totalen Machtergreifung - selbst ein Osterhase als Langohr der Herzen und Kanzlersubstitut auch noch wird herhalten können!

Hinter Politologen und ihren Tiraden

Die oben beschriebene Inszenierung erinnert frappant an den 9. November 1967, als zwei Studenten mit großer Zukunft – ein künftiger Politologieprofessor und ein künftiger SPD-Staatsrat der Kulturbehörde, beide nur durch muffige Steuerzahler lebenslang auszuhalten – es schafften, im Zuge der Feierlichkeiten zur Amtseinführung des neuen Rektors der Universität Hamburg vor den ins Audimax einziehenden Lehrstuhlinhabern ihr rund drei Meter langes Transparent mit dem Text „Unter den Talaren – Muff von 1000 Jahren“ zu entfalten und vor den Honoratioren einher zu tragen.

Damals durften die Kulturfaschisten am "Institut für Sozialforschung" (IfS) an der Johann Wolfgang Goethe Universität in Frankfurt frohlocken: Denn es war die sogenannte „Kritische Theorie“ ihrer „Frankfurter Schule“, die schon seit dem Jahr 1923 als oberstes Ziel die Vernichtung der christlich-abendländischen Kultur fordert, was neben dem Kampf gegen Religion, Traditionen und die bürgerliche Gesellschaft auch die Demontage der Universitäten wie auch der hoch entwickelten Industriegesellschaft unter dem Deckmantel bzw. der Maske des Umweltschutzes nach sich zieht: „Doch das alles schaffen wir noch!“

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