Im Zwickauer Freibad Crossen (Luftbild) verschickten die Badbetreiber über Facebook einen Hilferuf – mit Erfolg.

Foto: Bild: Stefan Große / Wikimedia (CC BY-SA 3.0)
Sachsen: In vielen Freibädern fehlen Badegäste wegen „Handyphänomen“ und lauten Ausländern

Weil noch knapp 50 Prozent an Besuchern fehlen, damit sich das Bad überhaupt selbst rechnet, wandte sich die Leitung des Zwickauer Freibads Crossen (Kreisstadt in Sachsen) via Facebook an die Öffentlichkeit. Die Bild sprang auf und berichtete über den Besucherschwund im Freibad. Schuld daran sei zum Beispiel das „Handyphänomen“: „Heute verabredet man sich in der WhatsApp-Gruppe, bequatscht so alles – früher war der Treffpunkt das Freibad“, erklärt Carol Forster vom Förderverein. Vor allem Jugendliche würden fehlen: „Wenn ihre komischen Wetter-Apps Regen anzeigen, kommen sie nicht. Dabei stimmen die Vorhersagen oft gar nicht!“

Und noch ein Grund: „andere Gäste“

Ein weiterer Grund für den Besucherschwund in allen Freibädern der Region sei die Veränderung der Besucherstruktur:

Es sind andere Gäste da als früher. Jugendliche, auch aus anderen Kulturkreisen, die oft sehr laut sind.

Auch in Chemnitz, wo im Gablenzer Bad kürzlich zwei zwölfjährige Mädchen sexuell belästigt wurden, gibt es einen Besucherrückgang: Bis dato kamen heuer rund 51.000 Besucher, um 6.000 weniger als im Vergleichszeitraum 2017.

Überdurchschnittlich viele Sonnenstunden

Das Rathaus begründet den Besucherrückgang mit „keine bis wenig heiße Sommertage“ im Mai und Juni. Bild schreibt: „Das ist Unsinn: 735?Sonnenstunden allein von April bis Juni?2018 – langjähriger Mittelwert: 552?Stunden.“ Die Politik lügt sich also in den Sack. Statt der Realität ins Auge zu sehen, konstruiert sie eine Lüge – wie armselig.

Für das Zwickauer Freibad Crossen hat sich der Gang an die Öffentlichkeit gelohnt. An den letzten Tagen kamen überdurchschnittlich viele Besucher ins Freibad, um ihr Bad zu retten.

Beatrix von Storch auf der Seite der einheimischen Bevölkerung

Auch die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der AfD, Beatrix von Storch, nimmt dazu Stellung:

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