Die neue Klima-Heilige Greta Thunberg wurde in Frankreich kritisiert. Eine Abgeordnete zur Nationalversammlung wurde daraufhin bei Twitter gesperrt.

European Parliament / Wikimedia (CC-BY-2.0)
„Unsere Epoche hat die Heiligen, die sie verdient“

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron empfing die schwedische Jugendliche Greta Thunberg schon im Februar in Paris. Der als abgehoben geltende Macron gibt den politischen Klima-Retter, Thunberg den medialen. Nun folgte ihr Besuch in der Nationalversammlung vor zwei Wochen.

Keine Greta-Fans unter Republikanern

Doch nicht alle Erwachsenen wollten der gutmenschlichen Inszenierung Beifall klatschen. Guillaume Larrivé, der für den Parteivorsitz der Republikaner kandidiert, sagte:

Wir brauchen keine apokalyptischen Gurus, um auf intelligente Weise gegen die Klimaerwärmung zu kämpfen. Wir brauchen wissenschaftlichen Fortschritt und politischen Mut.

Sein Abgeordnetenkollege und Konkurrent um den Parteivorsitz, Julien Aubert, stieß via Twitter ins gleiche Horn:

Ich respektiere die Meinungsfreiheit, aber rechnet nicht mit mir, um einer Prophetin in kurzen Hosen Beifall zu spenden.

Die Schwedin verdiene seiner Meinung nach bestenfalls „den Nobelpreis für Angstmache“. Damit spielte er auf die Propaganda Thunbergs in diversen europäischen Parlamenten an, wenn sie den Erwachsenen zuruft: „Ich will, dass ihr Angst habt“. Er, Aubert, sei für den Schutz des Planeten, aber nicht für „Greenbusiness“.

Sozialisten auf Greta-Kurs

Macrons Staatssekretär Gabriel Attal empörte sich postwendend über „die herablassende Kritik an Thunberg“ und verteidigte den Auftritt der Öko-Ikone in der Nationalversammlung. Ebenso wie der sozialistische Parteivorsitzende Olivier Faure, der Thunberg „eine außergewöhnliche Rolle für den Bewusstseinswandel in Europa und in der Welt“ attestierte.

Unabhängige mit Twitter-Sperre

Unter den Thunberg-Kritikern fand sich auch die 2017 als Unabhängige für den südfranzösischen Wahlkreis Herault ins französische Parlament gewählte Emmanuelle Ménard. Sie hatte sich gegen den Missbrauch des Parlaments für den ideologischen Auftritt des Asperger-Mädchens ausgesprochen. Später schrieb Ménard auf Twitter einen ironischen Eintrag:

Schade, dass das Hinternversohlen verboten ist. Greta Thunberg würde eines verdienen.

Doch noch mehr verdienten es die Erwachsenen hinter dem missbrauchten Asperger-Mädchen und ihre erwachsenen Jünger, so Ménard. Das war genug. Ménard wurde von Twitter gesperrt. Diese reagierte nun gelassen:

Es stimmt: Ich habe es gewagt eine ‚Öko-Ikone‘ zu kritisieren. Unsere Epoche hat die Heiligen, die sie verdient.

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