Zweiter „Lockdown“: Gibt es bald wieder solche Bilder vom Wiener Hauptbahnhof?

Foto: Rosso Robot / wikimedia.org (CC-BY-SA-4.0)
Schwarz-Grün verordnet Österreich neuen „Lockdown“

Man kann es schon fast mit den Händen greifen. Nach tage- und wochenlangem medialen „Vorbereitungsfeuer“ verordnet Schwarz-Grün unserem Heimatland Österreich einen neuen „Lockdown“. Dabei gibt ÖVP-Bundeskanzler Sebastian Kurz wieder einmal den braven Schüler seiner bundesdeutschen Mentorin und Parteifreundin Angela Merkel. In seinem „Lockdown-Zentralorgan“, der Tageszeitung Österreich, gibt Kurz Folgendes bekannt:

Ganz Europa ist mitten in der zweiten Welle, weshalb es überall zu Lockdown-ähnlichen Zuständen kommt. Daher ist die enge Zusammenarbeit mit Deutschland wichtig. Wir wollen eng abgestimmt vorgehen und die Grenzen offenhalten.

Regierungspropaganda nennt es „Lockdown light“

In der Propaganda-Sprache von Schwarz-Grün nennt sich das ganze jetzt „Lockdown light“. Dabei sind die jetzt bereits medial kolportierten Maßnahmen ein neuerlicher massiver Eingriff in das Gesellschafts- und Wirtschaftsleben unserer Alpenrepublik.

Folgende Maßnahmen hat Österreich veröffentlicht:

Kontaktbeschränkungen auf eine Person geplant

➔ Physische Kontakte: Bald sollen in der Regierung Kontaktbeschränkungen – also nur noch Treffen mit einem anderen Haushalt außerhalb der Familie – verhandelt werden. Dabei können Treffen auch draußen auf maximal zehn Personen beschränkt werden. Ob das auch private Feiern und Treffen in Wohnungen – wie in Deutschland der Fall – betrifft, darf aber bezweifelt werden.

Veranstaltungen, Theater sollen jetzt pausieren müssen

➔ Pause: In den meisten Ländern sind Großveranstaltungen längst untersagt. Das soll jetzt auch befristet in Österreich kommen. Das heißt, dass Oper, Theater, Kino, aber auch Profi-Fußballspiele nicht mehr vor Publikum stattfinden dürfen. Wie lang das gelten soll, ist noch offen. Einen „Lockdown“ darf die Regierung nur auf zehn Tage begrenzt machen, einzelne Verordnungen freilich länger. In Deutschland gelten die Maßnahmen vier Wochen. Das soll das Infektionsgeschehen brechen.

Geschäfte offen, Fitnesscenter und auch Lokale zu

➔ Mittelweg: Der Handel soll diesmal komplett offen bleiben. Die Gastronomie (Restaurants, Bars) soll – so der Regierungsplan – hingegen befristet zusperren. Nur Mitnehm- oder Lieferservice darf angeboten werden. Auch Fitnesscenter müssen dichtmachen.

Kindergärten und  Schulen bleiben offen

➔ Verhandlung: „Kindergärten und Schulen sollen auch im Fall eines Lockdown offen bleiben“, stellte Bildungsminister Heinz Faßmann gestern, Mittwoch, im Interview auf oe24.TV klar. Das ist, wie etwa in Deutschland, eine bewusste gesellschaftspolitische Entscheidung. Aber: Es könnten zumindest wieder in der Oberstufe Schichtbetrieb und bei Bedarf Heimunterricht kommen.

Friseure und Ärzte offen, Kosmetik aber zu

➔ „Light“: Friseure könnten diesmal offen bleiben, Kosmetikbehandlungen und alle Dienstleistungen mit großer Nähe kurzfristig gestoppt werden. Und wichtig: Arztpraxen bleiben natürlich offen.

Wann genau die Maßnahmen in Kraft treten, wird noch beraten. Aus der Regierung soll es dazu nur „zeitnah“ heißen. Das könnte spätestens am kommenden Montag, dem 1. November, sein.

Westbahnhof Wien

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