Demokratisch, kritisch, polemisch und selbstverständlich parteilich

Alexander Van der Bellen

Er ist ein seniler, alter Mann, der wahlkämpfende Alexander Van der Bellen. Aber er darf nicht in Würde altern.

5. Oktober 2022 / 17:38 Uhr

Van der Bellens Tragödie: Deshalb verweigert er wohl jegliches TV-Duell

Am Dienstag fand eine sogenannte Elefantenrunde zur Bundespräsidentschaftswahl statt – aber wieder ohne Elefant. Bundespräsident Alexander Van der Bellen stellt sich ganz grundsätzlich keinen TV-Duellen.
Nur Interviews ohne kritische Fragen
Wurde ihm bisher vielfach unterstellt, er sei abgehoben wie ein absolutistischer Monarch, der mit dem „einfachen Volk“ nichts zu tun haben wolle, so kristallisiert sich immer klarer heraus, dass es andere Gründe gibt, wieso der amtierende, aber wahlkämpfende VdB an keiner Konfrontation teilnimmt.
Der 78-Jährige gibt durchaus Interviews, allerdings in der Regel nur bei Journalisten, die keine kritischen Fragen stellen.
Blamage trotz freundlichster Fragen
Dass selbst diese Wohlfühl-Atmosphäre nicht davor feit, eine schlechte Presse zu bekommen, zeigt das Interview von Heute am gestrigen Dienstag. Keine einzige kritische Frage, keine einzige interessant Antwort.

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Sinnbefreites Gestammel
Zum Waterloo wurde allerdings das Thema Energieversorgung (ab Minute 24). VdB war nicht in der Lage, einen sinnvollen Satz von sich zu geben. Sichtlich unfähig, das Thema zu erfassen, antwortete er verstörend und verwirrt.
Ein Schuss ins Knie, so kurz vor dem Wahlsonntag. Die Reaktionen des Publikums sprechen eine klare Sprache: Von „das ist kein Bundespräsident, sondern eher was für’s Altenheim, das Gespräch“ über „unfassbar, was er da herum stottert“ bis „ich bin bis ins Mark erschüttert, dass es Menschen gibt, die ernsthaft in Betracht ziehen, ihm ihre Stimme zu geben“.
Menschliche Tragödie
Nach anfänglicher Entrüstung kommt auch immer mehr Mitleid mit VdB zum Vorschein. FPÖ-Landesparteiobmann Dominik Nepp bringt es auf den Punkt:

Hier wurde ein Mann, der aufgrund seines Gesamtzustands nicht mehr in der Lage ist, an der Spitze des Staates zu stehen, in eine Wiederkandidatur gedrängt.

Anstatt in Würde altern zu können, mit all seinen Facetten wie schwächelndem Denkvermögen, wurde der Greis zur Wiederkandidatur gedrängt, weil außer der FPÖ offensichtlich keine Parlamentspartei eine dafür auch nur halbwegs geeignete Persönlichkeit ins Rennen schicken konnte. Eine menschliche Tragödie. Doch dies hat auch für Österreich weitreichende Folgen! Nepp sagt:

Das ist nicht nur ihm selbst, sondern vor allem der Republik Österreich und ihren Staatsbürgern gegenüber verantwortungslos!

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