Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) kann sich teure Privatschule für Sohn locker leisten.

Foto: Bild: Olaf Kosinsky / wikimedia.org (CC-BY-SA-3.0-DE)
Öffentliche Schule für Spross von SPD-Ministerpräsidentin nicht gut genug

Eine peinliche Enthüllung ist der ehemaligen SPD-Familienministerin und nunmehrigen Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, Manuela Schwesig, widerfahren. Statt ihren Sohn am Alltag einer staatlichen Schule teilhaben zu lassen, meldete sie ihn an einer Privatschule an.

Wasser predigen und Wein trinken

Öffentlich lobpreisen Polit-Bonzen wie Manuela Schwesig die Vorzüge des staatlichen Bildungssystems, propagieren ein „längeres gemeinsames Lernen“ der Schüler und verlangen „Chancengleichheit“ im Bildungsbereich. Selbst will man seinen Sprösslingen eine öffentliche Schule allerdings nicht zumuten. Kaum hat Schwesigs Sohnemann die Grundschule verlassen, schon hat sie ihn für seinen weiteren Bildungsweg an einer Privatschule untergebracht. Man kann es sich ja leisten.

Schule „in Nähe der Wohnung“

Derart in Erklärungsnotstand geraten, zauberte Schwesig auch flugs ein Argument aus dem Hut. Der Norddeutsche Rundfunk (NDR)  zitiert sie dahingehend, dass die Wohnung der Familie in der Nähe der Privatschule liege. Eine wahrlich fürsorgliche Mutter, die ihrem Sohn keinen langen Schulweg zumuten will. Das lässt man sich schon einiges kosten. Vor allem bei einem fürstlichen Salär aus Steuergeld, für das weniger betuchte Steuerzahler aufkommen müssen, die sich keine teure Privatschule für ihre Kinder leisten können.

Kein Vertrauen in öffentliche Schulen?

Für die Vorsitzende der Schulleitungsvereinigung, Heike Walter, hat Schwesigs Entscheidung einen bitteren Beigeschmack. Gegenüber dem NDR äußerte sich die Pädagogin so, dass sich für Lehrer und Eltern die Frage stelle, ob die SPD-Politikerin doch nicht das Vertrauen in die öffentlichen Schulen habe. Für sich selbst würde Walter so etwas nicht machen, denn sie vertrete ganz bewusst das staatliche Schulsystem.

Harsche Kritik kommt von AfD

Klare Worte findet die AfD-Fraktion in Mecklenburg-Vorpommern: „SPDCDU haben die Mißstände im staatlichen Schulsystem zu verantworten. Aber der von uns überbezahlten und raffgierigen Politikerkaste ist es egal, sie schicken ihre Kinder auf Privatschulen.“

Fraktionsführer Leif-Erik Holm will geklärt wissen, warum immer mehr Eltern ihre Kinder auf Privatschulen schicken würden (in Mecklenburg-Vorpommern elf Prozent) und stellt damit den Zustand der öffentlichen Schulen im Bundesland generell in Frage.

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