Mehr als 3.700 „geflüchtete Ärzte“ dürfen in Deutschland bereits arbeiten – nun herrscht Angst vor mangelnder Qalifikation.

Foto: Bild: Fotos GOVBA / flickr (CC BY 2.0)
Immer mehr „geflüchtete Ärzte“ zugelassen, bereits erste Todesfälle in Deutschland

Mit der unkontrollierten Einwanderung kam auch eine ganze Flut an Menschen, die in Deutschland beruflich Fuß fassen und dort hochqualifizierten Berufen nachgehen wollen. Obwohl es den „Migranten aus Drittländern“, also Einwanderern aus Nicht-EU-Staaten, wie sie die deutsche Bundesregierung etwa verharmlosend nennt, meist an jeglichen Zertifikaten und Bildungsstandards mangelt, werden sie oftmals ohne ausreichende Überprüfung als Ärzte eingestellt. Nun geht die Angst vor „Pfuschern“ um. Zu Recht, wie tragische Beispiele bereits zeigten.

Ärztekammerpräsident: „Untragbare Zustände“

Gibt sich ein Migrant als Arzt aus, der in seinem Heimatland oftmals lediglich gegen Bezahlung und ohne akademische Laufbahn eine ärztliche Approbation erworben hat, darf er in Deutschland nach Prüfung der sprachlichen Eignung und Durchsicht seiner Zeugnisse auch als solcher arbeiten. Eine fachliche Überprüfung ist zwar vorgesehen, durch einen großen Ärztemangel gerade in strukturschwachen Regionen fällt diese aber oftmals zu Unrecht positiv aus, wie sowohl Ärztekammer als auch praktizierende Mediziner beklagen.

Obwohl noch kurz vor Weihnachten die Jubelmeldung verlautbart wurde, dass allein in Hessen 16 „geflohene“ Ärzte ihre Zulassung erhalten hätten, rudert der Präsident der Bundesärztekammer, Frank Ulrich Montgomery, nun zurück und bezeichnet die Zustände als „überhaupt nicht mehr tragbar“. Die Ärztekammer wolle nun, reichlich spät, ausschließen, „dass Menschen als Arzt tätig werden, die sich in ihren Heimatländern Zertifikate gekauft haben, ohne jemals die Universität besucht zu haben“ und zumindest eine Überprüfung wie nach dem 10. Fachsemester ansetzen.

Bereits Todesfälle durch Pfuscher

In welchem Ausmaß sich die deutsche Bevölkerung Sorgen mache muss, zeigen auch die Zahlen der bisher zugelassenen Ärzte aus Drittländern. Mehr als 3.700 dürfen derzeit praktizieren und haben dabei sogar schon Todesfälle zu verantworten. Die fachlichen Mängel einer „Gynäkologin“ aus Libyen führten in einem Krankenhaus in Westfalen-Lippe etwa zum Tod eines Neugeborenen. Nach Angaben der Neuen Westfälischen Zeitung wurde die Frau zwar wegen fahrlässiger Tötung zu einer Bewährungsstrafe verurteilt, arbeitet nun aber an einem anderen Krankenhaus weiter.

Bei einem weiteren Todesfall wurde ein Mann alkoholisiert nach einem Sturz ins Krankenhaus gebracht, dort in die Psychiatrie eingewiesen. Er starb schließlich an unentdeckten Gehirnblutungen. Sowohl der Notarzt als auch der diensthabende Arzt der Psychiatrie seien Ärzte „mit ausländischen Studienabschlüssen und fraglich ausreichenden Sprachkenntnissen“, so die Kammer.

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