Am Balkan warten immer mehr Asylanten auf eine Gelegenheit, um in die „gelobten Länder“ Deutschland oder Österreich zu kommen (Symbolbild: kroatisch-bosnische Grenze).

 

Foto: Ben Sale / wikimedia.org (CC-BY-2.0)
Wieder mehr Illegale unterwegs – Migranten-Stau in Bosnien-Herzegowina

Die Lockerung des strikten Corona-Grenz-Regimes zeitigt an den europäischen Außengrenzen allenthalben negative Folgen. Nicht nur im Mittelmeer, sondern auch im europäischen Südosten steigt die illegale Reisetätigkeit wieder drastisch an.

Massiver Anstieg auf der Balkanroute

Bosnien und Herzegowina, schon 2015 Station an der sogenannten Balkanroute, bekommen den Anstieg in diesen Tagen dramatisch zu spüren. Tagesschau.de sprach diesbezüglich von den Vergessenen auf der Balkanroute. Wenn diese vielen Asylanten aber erst einmal in Deutschland sind, wird man sie schwerlich vergessen können.

Täglich werden derzeit zwischen 150 und 200 Neuankünfte registriert, wie von Darko Ćulum, dem Vorsitzenden des Koordinierungsgremiums zur Überwachung der Migrantenbewegung der Republika Srpska, zu hören ist. Beamte des an der bosnisch-kroatischen Grenze gelegenen Kantons Una-Sana weisen darauf hin, dass die Zahl der illegalen Migranten in dieser Region in den letzten Wochen erheblich zugenommen hat und dass in der Region täglich zwischen 200 und 300 Neuankünfte registriert werden.

Serbien schickt Armee zum Schutz

Im Gegensatz zu Bosnien und Herzegowina ergreifen die Nachbarstaaten der Region Maßnahmen, um Illegale von ihrem Territorium fernzuhalten. Serbien hat seine Armee nach Šid an der serbisch-kroatischen Grenze geschickt. Slowenien ist dabei, die Vorschriften zu ändern, um Asylanträge innerhalb von 24 Stunden zu bearbeiten und Migranten nach ihrer Ablehnung in ein Nachbarland zurückzuschieben.

Kroatien wird höchstwahrscheinlich dem Beispiel Sloweniens folgen. Das bedeutet, daß viele Migranten nach Bosnien und Herzegowina zurückgeschickt werden, wo sie sich vorerst noch unbehelligt aufhalten können.

Kroatien

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