Weinerliche “Standard”-Reaktion auf Kritik gegen „Tunnelblick“ der Redakteurin – Unzensuriert

Der Standard aktivierte die Wiener Patientenanwältin Sigrid Pilz zur Verteidigung einer ihrer Journalistinnen. Pilz schrieb an Ärztekammerpräsident Thomas Szekeres, er möge doch die Vertrauenswürdigkeit eines kritischen Arztes prüfen.

Foto: Screenshot / Der Standard
Weinerliche “Standard”-Reaktion auf Kritik gegen „Tunnelblick“ der Redakteurin

Journalisten kritisieren gerne, vertragen selbst aber sehr oft keine Kritik. Ein gutes Beispiel dafür lieferte jetzt Der Standard, der weinerlich reagierte, als eine Journalistin des rosa Links-Blattes vom Gesundheitswissenschaftler Martin Sprenger für ihren Artikel in die Mangel genommen wurde.

Polaschek “ignorant und enttäuschend”

Stein des Anstoßes: Ein Kommentar mit dem Titel „Ignorant und enttäuschend“ der Standard-Autorin Colette M. Schmidt am Montag dieser Woche. Schmidt geht darin auf ÖVP-Bildungsminister Martin Polaschek los, weil dieser die Maskenpflicht in Schulen nicht wieder einführen will. Wörtlich meinte die Journalistin:

Dass jemand, der sein ganzes Berufsleben selbst im Dienst der Wissenschaft stand, derart ignorant mit dieser umgeht, ist enttäuschend.

“Tunnelblick einer ehemaligen Qualitätszeitung”

Diese Meinung von Schmidt konnte der Gesundheitswissenschaftler und Mediziner Martin Sprenger nicht einfach so stehen lassen. Auf seiner Facebook-Seite „Public Health Graz“ meinte Sprenger, dass der Standard-Kommentar von Schmidt wieder einmal „den Tunnelblick einer ehemaligen Qualitätszeitung“ zeige und stellte der Verfasserin vier Fragen (Gender-Orgien im Original):

1) In welchem europäischen Land gibt es aktuell noch eine Maskenpflicht für Schülerinnen und Schüler?
2) In welchem europäischen Land gibt es aktuell noch eine FFP-2 Maskenpflicht für Schülerinnen und Schüler?
3) In welchem europäischen Land werden aktuell noch Schülerinnen und Schüler regelmäßig getestet?
4) In welchem europäischen Land sind aktuell (anteilsmäßig) die meisten Schülerinnen und Schüler sowie Pädagoginnen und Pädagogen in Quarantäne?

Bildung ohne Infektion ermöglichen?

Weiters meinte er in Anlehnung an Schmidts Kritik an Polaschek:

Dass jemand, der sein ganzes Berufsleben als Journalistin im Dienst einer objektiven Information der Bevölkerung stand, derart ignorant mit Wissenschaft umgeht, ist enttäuschend. Ja, Bildung ist ein Menschenrecht. BITTE erklären Sie uns, wie Sie das OHNE Infektionen (heute und in Zukunft) ermöglichen wollen – Danke! Unwahrheiten zu verbreiten ist jedenfalls nicht das geeignete Mittel.
Die Dänische Gesundheitsbehörde hat für Journalistinnen Ihres Niveaus eine eigene Homepage eingerichtet – https://bit.ly/3wrjaWw – um Fehlinformationen der Bevölkerung vorzubeugen.

Patientenanwältin Pilz als “Standard-Anwältin”

Das ließ sich der Standard nicht bieten und konterte mit einem weiteren Artikel unter dem Titel „Nach Reaktion auf STANDARD-Kommentar: Patientenanwältin Pilz fordert von Ärztekammer Prüfung der Vertrauenswürdigkeit von Martin Sprenger“. In diesem Beitrag rückte dann die Wiener Patientenanwältin Sigrid Pilz auch als „Standard-Anwältin“ aus, um Sprengers Äußerungen als „rufschädigend und fachlich falsch“ abzuqualifizieren. Besonders peinlich: Die Aufforderung an den selbst umstrittenen Ärztekammerpräsidenten Thomas Szekeres, die Vertrauenswürdigkeit von Sprenger zu überprüfen.

Ignoranter Umgang mit Wissenschaft

Sprenger aber ließ sich nicht einschüchtern und postete als Reaktion auf diesen weinerlichen Standard-Artikel zwei Aussagen und forderte die Internet-Nutzer auf, den Unterschied zu finden. Hier der Facebook-Eintrag von Sprenger:

Am 21. März schreibt die Standard-Redakteurin Colette M. Schmidt über Bildungsminister Polaschek: “Dass jemand, der sein ganzes Berufsleben selbst im Dienst der Wissenschaft stand, derart ignorant mit dieser umgeht, ist enttäuschend. Die Unabhängige Lehrer:innengewerkschaft forderte nun Polascheks Rücktritt. Das ist nicht verwunderlich. Bildung ist ein Menschenrecht. Diese ohne unausweichliche Infektionen zu ermöglichen wäre der Job eines Bildungsministers. Unwahrheiten zu verbreiten ist es jedenfalls nicht.“

Ich poste am 22. März über die Standard-Redakteurin Colette M. Schmidt: “Dass jemand, der sein ganzes Berufsleben als Journalistin im Dienst einer objektiven Information der Bevölkerung stand, derart ignorant mit Wissenschaft umgeht, ist enttäuschend. Ja, Bildung ist ein Menschenrecht. BITTE erklären Sie uns, wie Sie das OHNE Infektionen (heute und in Zukunft) ermöglichen wollen – Danke! Unwahrheiten zu verbreiten ist jedenfalls nicht das geeignete Mittel.”
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Der Standard / Titel

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