Fördergelder für die Georg-Danzer-Häuser sollen nicht widmungsgemäß verwendet worden sein.

Foto: Bild: GreenZeb / Wikimedia (CC-BY-SA-4.0)
Betrugsverdacht: Flüchtlingsheime sollen Fördergelder missbräuchlich verwendet haben

Einen Betrugsverdacht im Zusammenhang mit der missbräuchlichen Verwendung von Fördergeldern soll es laut Tageszeitung Kurier beim Verein "Fluchtweg – Neue Hoffnung für Menschen ohne Heimat" geben. Der Verein betreibt die sogenannten Georg-Danzer-Häuser im Rahmen der Asylwerberbetreuung. Der Kurier meldet, dass das Jugendamt der Stadt Wien den Fall betreffend der nicht nachvollziehbaren Verwendung von Subventionen aufgegriffen haben soll.

Es soll um fehlende Buchhaltungsunterlagen und nicht nachvollziehbare Geldüberweisungen gehen. Dabei wären die Gelder eigentlich für die Grundversorgung der minderjährigen unbegleiteten Flüchtlinge gewidmet gewesen. Seine Residenz hat der Verein an der noblen Adresse Sieveringer Straße 72, 1190 Wien.

Verein Fluchtweg seit 4. Juni laut Gericht insolvent

Der Verein Fluchtweg ist laut Gericht mittlerweile auch insolvent. Am 4. Juni 2017 wurde beim Handelsgericht Wien unter HG Wien (007), Aktenzeichen 28 S 72/17t, ein Konkursverfahren eröffnet. Der Konkurs ist geringfügig, sprich es ist kein wesentliches Vereinsvermögen vorhanden. Am 18. Juli 2017 beschloss das Handelsgericht Wien, dass der Verein sein Unternehmen, die Flüchtlingsbetreuung weiterführt.

Gleichzeitig könnte es am Ende des Tages bei endgültiger Feststellung des Betrugsverdachts durch das Gericht noch weitere Geschädigte neben den öffentlichen Geldgebern geben. Auf der Homepage des Vereins sind neben dem Land Niederösterreich auch die ORF-Aktion Licht ins Dunkel, Radio FM 4, Toyota Frey und das Teehaus Demmers als Unterstützer angeführt. 

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