Mit Gott gegen die geplante „One-World-Diktatur“ – endlich kommen viele christliche Würdenträger wie Kardinal Gerhard Ludwig Müller in die Gänge und stellen sich der „neuen Weltordnung“ in den Weg.

Foto: Elke Wetzig / wikimedia.org (CC-BY-SA-4.0)
Kirchenfürsten beziehen Stellung gegen ausufernde Verbotsflut im Namen Coronas

Der Mainzer Kardinal Gerhard Ludwig Müller, ehemaliger Präfekt der römischen Glaubenskongregation, hatte einen Brief des Erzbischofs Carlo Maria Vigano unterschrieben, der die Corona-Verbreitung als Vorwand für totalitäre Gesetzgebungen und Maßnahmen bezeichnet. Man nutze den Notstand zur Etablierung einer Weltregierung:

Lassen wir nicht zu, dass Jahrhunderte christlicher Zivilisation mit der Ausrede eines Virus ausgelöscht werden, um eine hasserfüllte technologische Tyrannei zu errichten, in der namenlose und gesichtslose Menschen über das Schicksal der Welt entscheiden, indem sie sich auf eine virtuelle Realität beschränken.

Forderung nach „Weltregierung“

Tatsächlich haben Mainstream-Medien kürzlich in diesem Zusammenhang eine weltumfassende Machtzentrierung propagiert. So forderte der Spiegel laut Die blaue Hand:

Wir brauchen eine Weltregierung.

Zahlreiche Geistliche und Intellektuelle haben den Aufruf des Erzbischofs dagegen ebenfalls unterschrieben. Inzwischen soll die Zahl der Unterzeichner auf 30.000 gestiegen sein. Die Mainstream-Medien heulten erwartungsgemäß auf, versuchten mit Klassifizierungen wie der gerne in solchen Fällen georteten „Verschwörungstheorie“ den Rufmord auf unterstem Niveau. Auch die Deutsche Bischofskonferenz distanzierte sich von dem Schreiben. Dazu äußerte sich der attackierte Kardinal jüngst in mehreren Interviews.

Nicht jedes Verbot mit Corona begründen

So warnte er laut RPonline, zu Beginn der Corona-Ausbreitung seien viele Vorsichtsmaßnahmen sicher richtig gewesen, aber man dürfe nicht jedes Verbot damit begründen:

Es steht mir doch zu, Kirchenschließungen zu kritisieren, wenn Supermärkte geöffnet sind. Die Leute haben auch geistliche Bedürfnisse. Zwar darf ich meine Grundrechte angesichts einer Pandemie nicht egoistisch wahrnehmen. Aber ich muss die Einschränkungen in der Ausübung der Grundrechte auch nicht stumm hinnehmen.

Nur eine „Verschwörungstheorie“?

Auf die Frage, ob die Gefahr einer „Weltregierung“ keine Verschwörungstheorie sei, lautete die Antwort des Kardinals:

Wer die Geschichte kennt, der weiß, dass es schon oft den Griff nach der Weltherrschaft gab – durch den Faschismus wie durch den Kommunismus.

Außerdem sei eine totale Kontrolle der Bevölkerung mittels moderner Technik bereits möglich, „etwa durch ‚Social Scoring‘ in China“. Auch die Unterdrückung des freien Diskurses fand Erwähnung: „Man gesteht einander einfach keinen guten Willen zu“, klagte Müller. Dies bezeichnete er als „taktisches Spiel, um selbstständig Denkende anzuprangern“.

Kardinal Müller bei der Beisetzung von Joachim Kardinal Meisner in Köln (2017)

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